14 Millionen Euro für bahnbrechende optische Kommunikationstechnologie aus Karlsruhe
Waldtraut Tröst14 Millionen Euro für bahnbrechende optische Kommunikationstechnologie aus Karlsruhe
Ein neues Forschungsprojekt mit dem Namen ATHENS hat vom Europäischen Forschungsrat (ERC) eine Förderung in Höhe von 14 Millionen Euro erhalten. Die auf sechs Jahre angelegte Initiative zielt darauf ab, optische Kommunikationssysteme durch höhere Geschwindigkeit und Energieeffizienz zu verbessern. Das Team wird neue Materialien und Komponenten entwickeln, um elektronische Signale effizienter in optische umzuwandeln.
Der ERC wählte 2024 insgesamt 57 Anträge für Synergy Grants zur Förderung aus, wobei Deutschland an 34 dieser Projekte beteiligt ist. ATHENS gehört zu den ausgewählten Vorhaben und erhält umfassende Unterstützung – von der Materialauswahl bis zum Aufbau eines funktionsfähigen Übertragungssystems im Labor.
Das Projekt verfolgt einen hybriden Ansatz, der Silizium mit anderen Stoffen kombiniert, um die optischen Grenzen von Silizium zu überwinden. Diese Methode könnte zu leistungsfähigeren und effizienteren Transceivern führen, die nicht nur die Datenübertragungsraten steigern, sondern auch den Energieverbrauch senken.
Ein Teil der Forschung wird am Karlsruher Zentrum für Optik und Photonik (KCOP) stattfinden, das 2025 seine Türen öffnen soll. Neben Anwendungen in der KI-Technologie könnte die Entwicklung auch die Quanteninformatik und die Medizintechnik voranbringen.
Mit den 14 Millionen Euro ERC-Förderung wird das ATHENS-Team in den kommenden sechs Jahren seine hybriden Materialien und Systeme verfeinern. Ziel ist die Schaffung schnellerer und umweltfreundlicherer optischer Kommunikationstechnologien. Bei Erfolg könnte das Projekt Branchen von der KI bis hin zu fortschrittlichen Medizingeräten prägen.






