15 May 2026, 12:41

AfD führt in Ostdeutschland Umfragen an – doch lokale Wahlerfolge bleiben aus

Eine Deutschlandkarte mit Bundesländern in rot und blau, um die Ergebnisse der Wahl von 2016 zu zeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und der Details des Wahltermins.

AfD führt in Ostdeutschland Umfragen an – doch lokale Wahlerfolge bleiben aus

Die rechtspopulistische AfD verzeichnet in Ostdeutschland einen deutlichen Zustrom an Unterstützung und führt in zwei Bundesländern die Umfragen an. Aktuelle Erhebungen sehen die Partei in Sachsen-Anhalt bei 41 Prozent und in Mecklenburg-Vorpommern bei 36 Prozent. Trotz dieses Aufschwungs musste die AfD jedoch in wichtigen Kommunalwahlen Rückschläge hinnehmen.

Im aktuellen Bundestalk-Podcast wird die wachsende Bedeutung der AfD analysiert und diskutiert, wie sich die konkurrierenden Parteien positionieren könnten. Zu Gast sind der AfD-Experte Gareth Joswig, die Investigativjournalistin Anne Fromm und der Parlamentarische Korrespondent Stefan Reinecke.

In der Uckermark konnte die CDU-Politikerin Karina Dörk einen AfD-Herausforderer abwehren und ihren Kreistags-Sitz verteidigen. Sie setzte sich gegen Felix Teichner durch, einen AfD-Abgeordneten, der im Wahlkampf überraschend gemäßigtn auftrat. Teichner, der sich als pianospielender Interpret von Liedern des linkseingestellten Folk-Sängers Hannes Wader präsentiert, gab sich während der Kampagne betont bürgerlich. Dörk hingegen bezeichnete Debatten über eine angebliche „Brandmauer“ gegen die AfD als Ablenkung und sprach von „Scheinproblemen“.

Die lokalen Schwierigkeiten der AfD beschränken sich nicht auf die Uckermark. In diesem Jahr trat die Partei in Ostdeutschland zu 28 Bürgermeister- und Kreistagswahlen an – gewann davon aber nur zwei. Gleichzeitig deuten bundesweite Umfragen darauf hin, dass die AfD-Zuwächse weniger auf direkte Überläufer aus der Union (CDU/CSU) zurückgehen, sondern vielmehr auf Wählerverdruss oder eine Hinwendung zu linken Parteien. Zwar wechselten einige ehemalige CDU-Anhänger zur AfD, doch viele andere planen, der Wahl fernzubleiben oder andere Parteien zu unterstützen.

Die neueste Folge von Bundestalk geht diesen Entwicklungen auf den Grund. Der wöchentlich auf der Website, bei Spotify, Deezer und iTunes verfügbare Podcast untersucht Strategien, um dem AfD-Aufstieg entgegenzuwirken. Die Runde erörtert, ob die etablierten Parteien ihre Taktik anpassen oder weiterhin eine klare Absage an jede Zusammenarbeit mit der Rechtspopulisten geben sollten.

Obwohl die AfD in regionalen Umfragen stark dasteht, gelingt es ihr bisher nicht, diese Unterstützung in durchgängige lokale Wahlerfolge umzumünzen. Politiker wie Dörk von der CDU stemmen sich weiterhin gegen ihren Vormarsch, während das Wählerverhalten eher auf eine allgemeine Politikverdrossenheit als auf eine einfache Rechtsverschiebung hindeutet. Die Diskussion darüber, wie mit dem Aufstieg der Partei umzugehen ist, prägt inzwischen sowohl mediale Debatten als auch Wahlkampfstrategien.

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