08 May 2026, 10:19

Agostea lebt weiter: Auktionen retten Erinnerungen an Koblenzer Kultclub

Ein unordentlicher Raum mit Säulen, Skulpturen und verschiedenen Gegenständen auf dem Boden unter einer Decke mit Stangen und Lampen, der an einen Handelsbetrieb erinnert.

Agostea lebt weiter: Auktionen retten Erinnerungen an Koblenzer Kultclub

Koblenzer Kultclub Agostea lebt in Auktionen und lokalem Engagement weiter

Der legendäre Koblenzer Nachtclub Agostea mag verschwunden sein, doch sein Erbe lebt durch Auktionen und Initiativen vor Ort weiter. Fans und Unternehmen ersteigern Andenken, während die Zukunft des Standorts noch ungewiss ist. Nun läuft eine zweite Versteigerung, bei der Interessierte erneut die Chance haben, ein Stück Clubgeschichte zu erwerben.

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Ende März zog die erste Auktion mit Gegenständen aus dem Agostea Bieter aus Belgien, Rumänien und der Schweiz an. Unter den verkauften Stücken befanden sich eine Ritterrüstung, eine Slush-Eis-Maschine und andere skurrile Relikte. Ein Käufer, ein in Zürich ansässiger Ingenieur, reiste sogar nach Koblenz – in der Annahme, es handele sich um die gleichnamige Schweizer Stadt –, nur um seine neu ersteigerte Slush-Eis-Maschine abzuholen.

Über 100 weitere Objekte sind nun in einer zweiten Auktion bis zum 13. Mai erhältlich. Geboten werden kann unter anderem auf eine klassische Discokugel, eine Konfettikanone und sogar einen Massagetisch. Gleichzeitig haben sich lokale Betriebe eigene Erinnerungsstücke gesichert, um das Andenken an den Club in Koblenz zu bewahren.

Die Zukunft des Agostea-Geländes selbst bleibt jedoch unklar. Zwar wird ein gastronomisches Konzept in Erwägung gezogen, doch konkrete Pläne oder Betreiber stehen noch nicht fest. Der Ort verbleibt in der Schwebe, während die Stadt über sein nächstes Kapitel entscheidet.

Die Auktionen geben Fans die Möglichkeit, sich ein Stück von Agosteas lebendiger Vergangenheit zu bewahren. Mit der zweiten Versteigerungsrunde bis Mitte Mai werden weitere Exponate des Clubs neue Besitzer finden. Die langfristige Nutzung des Standorts bleibt vorerst eine offene Frage – sein Schicksal damit ungewiss.

Quelle