Airbus fordert rasche politische Weichen für neues europäisches Kampfflugzeug
Niko CichoriusAirbus fordert rasche politische Weichen für neues europäisches Kampfflugzeug
Airbus drängt auf schnelle politische Entscheidungen für neues europäisches Kampfflugzeug nach Scheitern des FCAS-Programms
Thomas Pretzl, Vorsitzender des Betriebsrats von Airbus Defence and Space, warnte, dass Verzögerungen die Entwicklung behindern würden. Gleichzeitig betonte er, dass das Unternehmen bereits über die notwendigen Kompetenzen verfüge, um eigenständig ein eigenes Kampfflugzeug zu entwickeln.
Pretzl forderte die Politiker auf, ohne Zögern voranzuschreiten. Jeder Tag, der mit Debatten statt mit Entscheidungen verbracht werde, bremse die Fortschritte, argumentierte er. Seine Äußerungen fielen in eine Phase, in der Airbus einen zügigen Start für ein Nachfolgeprojekt vorantreibt.
Reinhard Brandl, parlamentarischer Geschäftsführer der CSU, unterstützte die Idee einer europäischen Zusammenarbeit in jedem künftigen Kampfflugzeugprogramm. Brandl hob die Notwendigkeit einer länderübergreifenden Kooperation hervor, um die Verteidigungsfähigkeiten des Kontinents zu stärken.
Pretzl ging noch einen Schritt weiter und deutete an, dass Airbus das Projekt notfalls auch allein vorantreiben könnte. Gleichzeitig begrüßte er die Beteiligung weiterer Länder – vorausgesetzt, die Entscheidungen würden zügig getroffen. Die Expertise des Unternehmens, so Pretzl, stelle eine solide Grundlage dar, um die Führung in dem Vorhaben zu übernehmen.
Der Vorstoß für ein neues Kampfflugzeug folgt auf das Scheitern des FCAS-Programms. Airbus besteht darauf, dass eine schnelle politische Zustimmung entscheidend sei, um weitere Rückschläge zu vermeiden. Mit der richtigen Unterstützung ist das Unternehmen überzeugt, eine zentrale Rolle bei Europas nächster Generation von Kampfflugzeugen spielen zu können.






