30 April 2026, 02:22

Apotheken kämpfen mit Verlusten bei Bluthochdruck-Checks trotz staatlicher Förderung

Blauer Hintergrund mit weißer Schrift und Logo, das besagt: "19 Millionen Amerikaner werden geschätzte 400 USD pro Jahr an Arzneimittelkosten sparen."

Apotheken kämpfen mit Verlusten bei Bluthochdruck-Checks trotz staatlicher Förderung

Eine neue Studie zeigt, dass viele deutsche Apotheken kaum Gewinne mit staatlich finanzierten Gesundheitsleistungen erzielen. Mehr als die Hälfte macht bei der Risikobewertung von Bluthochdruck Verluste – obwohl sie pro Untersuchung 11,20 Euro erhält. Gleichzeitig bleibt ein 537-Millionen-Euro-Fonds für diese Dienstleistungen weitgehend ungenutzt, da die Nachfrage gering ist und betriebliche Hürden bestehen.

Die vom Freien Apothekerverband in Auftrag gegebene Untersuchung verdeutlicht die finanzielle Belastung von Apotheken, die vergütete pharmazeutische Dienstleistungen (pDL) anbieten. Nur ein Drittel schafft es, bei Bluthochdruck-Checks kostendeckend zu arbeiten; die meisten schreiben rote Zahlen. Personalmangel, hoher bürokratischer Aufwand und strenge räumliche Vorgaben verschärfen die Probleme.

Die Nachfrage nach pDL-Leistungen bleibt schwach, selbst wenn immer mehr Apotheken diese abrechnen. Der Freie Apothekerverband betont zwar, dass Apotheken die nötige Fachkompetenz besitzen, kritisiert aber, dass die aktuellen Vergütungen die Kosten nicht decken. Gesundheitsministerin Nina Warken schlug vor, die ungenutzten pDL-Mittel in die allgemeinen Apothekenbudgets umzuleiten – doch die Studie warnt, dass dies die Situation weiter verschärfen könnte.

Die Ergebnisse unterstützen die Forderungen des Deutschen Apothekerverbands nach höheren pDL-Vergütungen. Ohne Anpassungen sei die langfristige, flächendeckende Bereitstellung dieser Leistungen gefährdet, so Experten.

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Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit politischer Reformen, um pharmazeutische Dienstleistungen wirtschaftlich tragfähig zu machen. Solange die Vergütungen nicht steigen und administrative Hindernisse bestehen, könnten Apotheken diese Programme weiterhin meiden. Der ungenutzte 537-Millionen-Fonds zeigt die Kluft zwischen verfügbaren Mitteln und der tatsächlichen Inanspruchnahme.

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