08 May 2026, 18:20

Apothekerin aus Roding droht Doppelforderung trotz bezahlter 25.000-Euro-Rechnung

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen kostet Familien monatlich Hunderte von Dollar.

Apothekerin aus Roding droht Doppelforderung trotz bezahlter 25.000-Euro-Rechnung

Apothekerin aus Roding soll 25.000 Euro zweimal zahlen – trotz bereits beglichener Rechnung

Carolin Schleußinger, Inhaberin der Marien-Apotheke in Roding, sieht sich mit einer Forderung über 25.000 Euro des Pharmakonzerns Merck konfrontiert – obwohl sie die Rechnung längst bezahlt hat. Hintergrund ist eine Welle gefälschter Rechnungen, die Apotheken in ganz Deutschland treffen und die Merck auf Cyberangriffe zurückführt. Schleußinger fürchtet nun, doppelt zahlen zu müssen, und stellt das Krisenmanagement des Unternehmens infrage.

Begonnen hatte das Problem im vergangenen Jahr, als Apotheken bundesweit verdächtige E-Mails erhielten, die sich als Merck-Rechnungen tarnten. Das Unternehmen bestätigte später, dass es sich um gezielte Cyberangriffe handelte, und veröffentlichte eine Betrugswarnung in seinem Onlineshop. Dennoch erhielt Schleußinger eine scheinbar echte Rechnung – inklusive aktualisierter Bankverbindung und einem spanischen Konto. Nach Prüfung der Angaben überwies sie den Betrag.

Wochen später meldete sich Merck erneut bei ihr mit der Behauptung, keine Zahlung erhalten zu haben. Das Unternehmen erklärte, sie sei Opfer von Cyberkriminalität geworden, und riet zur Anzeige bei der Polizei. Schleußinger folgte dem Rat, war jedoch fassungslos, als Merck trotz vorgelegter Kontoauszüge, die die erste Überweisung belegten, eine zweite Zahlung forderte.

Verärgert über die mangelnde Transparenz hat Schleußinger mittlerweile Strafanzeige gegen Merck gestellt. Sie wirft dem Konzern vor, das Problem herunterzuspielen und keine Verantwortung zu übernehmen. Ihr Anwalt kümmert sich um den Fall, während sie befürchtet, Merck könnte künftige Medikamentenlieferungen wegen der angeblich offenen Rechnung zurückhalten. Schleußinger argumentiert, dass Merck als eigentliches Ziel der Cyberattacke – und nicht ihre Apotheke – den finanziellen Schaden tragen müsse.

Der Streit lässt Schleußinger mit der Drohung einer Doppelforderung und anhaltender Unsicherheit zurück. Merck bleibt bei seiner Position, doch die Apothekerin besteht darauf, dass das Unternehmen seine eigenen Sicherheitslücken beheben muss. Die Polizei ermittelt nun wegen der Strafanzeige, während Apotheken weiter vor Betrugsversuchen gewarnt bleiben.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle