Baden-Württemberg startet neue Familienförderstrategie für mehr Chancengleichheit
Joachim RoseBaden-Württemberg startet neue Familienförderstrategie für mehr Chancengleichheit
Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat eine neue Strategie zur Förderung von Inklusion und Chancengleichheit für Familien verabschiedet. Der Plan entstand nach einem breiten Beteiligungsprozess und erfüllt damit ein zentrales Versprechen aus dem Koalitionsvertrag. Beamte bezeichnen ihn als wichtigen Schritt zur Unterstützung von Familien in der gesamten Region.
Die Familienförderstrategie Baden-Württemberg definiert fünf klare Ziele: die Stärkung von Familien, die Anerkennung des "Familiensystems" als Ganzes sowie mehr Transparenz. Zudem soll die institutionelle Verantwortung gestärkt und die Weiterentwicklung der Familienförderung vorangetrieben werden.
Mit der Unterzeichnung des Strategiepapiers durch das Kabinett beginnt nun die Umsetzung. Zu den zentralen Maßnahmen gehört die Verankerung von Familienbildung im Landesgesetz für Kinder- und Jugendhilfe. Regionale Fachkonferenzen werden sich zudem mit gesellschaftlichen Entwicklungen befassen, die Familien betreffen.
Besondere Aufmerksamkeit gilt Familien in schwierigen Lebenslagen. Ziel ist es, allen Kindern in Baden-Württemberg ein stabiles Aufwachsen und die Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Sozialminister Manne Lucha betonte, dass Familien das Rückgrat der Gesellschaft bildeten – die Strategie solle ihre Belastungen verringern.
Zur Umsetzung des Plans sieht der Entwurf des Landeshaushalts 2025/26 zusätzliche 2,5 Millionen Euro für Familienförderangebote vor. Die Regierung ruft Kommunen und freie Träger auf, die Maßnahmen der Strategie zu übernehmen und zu ihrem Gelingen beizutragen.
Mit der nun beschlossenen Strategie will Baden-Württemberg eine Vorreiterrolle in der Familienförderung einnehmen. Die zusätzlichen Mittel und klaren Zielvorgaben bieten einen handlungsleitenden Rahmen. Der weitere Erfolg hängt von der Zusammenarbeit zwischen Landesbehörden, Gemeinden und zivilgesellschaftlichen Partnern ab.






