24 May 2026, 06:29

BDI warnt vor Wirtschaftskrise: Ostdeutsches Forum sucht Lösungen für sinkendes Unternehmensvertrauen

Frustration in der Wirtschaft - BDI fordert mehr Mut bei Reformen

BDI warnt vor Wirtschaftskrise: Ostdeutsches Forum sucht Lösungen für sinkendes Unternehmensvertrauen

Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnt vor sinkendem Unternehmensvertrauen

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat vor einer weiteren Verschlechterung der Wirtschaftslage gewarnt, während politische Konflikte und wirtschaftliche Herausforderungen anhalten. Beim anstehenden Ostdeutschen Wirtschaftsforum in Bad Saarow werden Führungskräfte zusammenkommen, um über die Probleme und mögliche Lösungen für die Industrie in der Region zu diskutieren. Die Veranstaltung, die vom 31. Mai bis 2. Juni stattfindet, erwartet hochkarätige Redner, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche.

In der jüngsten Einschätzung des BDI kommt tiefe Verärgerung unter den Unternehmen zum Ausdruck. Hauptgeschäftsführer Holger Lösch bezeichnete die Stimmung in der Wirtschaft als „tief enttäuscht“ – verursacht durch anhaltende Verzögerungen bei Reformen und wirtschaftliche Instabilität. Hohe Energiekosten, starke Steuerbelastungen und übermäßige Bürokratie bleiben zentrale Hindernisse.

Der Konflikt im Iran hat die Aussichten für die Industrie zusätzlich belastet. Der BDI rechnet in diesem Jahr nicht mehr mit Wachstum – eine deutliche Abkehr von früheren Prognosen. Lösch forderte die Bundesregierung auf, endlich eine klare Perspektive vorzulegen, insbesondere in einem Wahljahr, in dem gescheiterte Reformen besonders riskant sein könnten.

Trotz der schwierigen Lage soll das Forum Chancen für Ostdeutschland aufzeigen. Rund 350 Vertreter aus der Wirtschaft werden täglich erwartet, darunter die Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Lösch verwies zudem auf mögliche Vorteile durch Investitionen in die Verteidigung, etwa durch verfügbare Flächen und eine gut ausgebaute Infrastruktur in der Region.

Der BDI setzt sich weiterhin für weniger Regulierung und mehr Flexibilität bei Innovation und Investitionen ein. Lösch betonte, dass ein Abbau der Bürokratie dazu beitragen könnte, das Vertrauen der Industrie und die wirtschaftliche Dynamik wiederzubeleben.

Das Ostdeutsche Wirtschaftsforum bringt politische und wirtschaftliche Entscheidungsträger zusammen, um drängende wirtschaftliche Fragen zu erörtern. Da mit keinem industriellen Wachstum mehr in diesem Jahr zu rechnen ist, stehen die Entlastung der Unternehmen und die Erschließung regionaler Potenziale im Mittelpunkt. Die Ergebnisse könnten die politischen Weichenstellungen in den kommenden Monaten prägen.

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