Berlin plant neues Stadtquartier Stadteingang West mit 5.000 Wohnungen
Waldtraut TröstBerlin plant neues Stadtquartier Stadteingang West mit 5.000 Wohnungen
Berlin treibt die Pläne für ein großes neues Stadtquartier im äußersten Westen der Stadt voran. Unter dem Namen Stadteingang West soll das ehemalige Güterbahnhofgelände Grunewald in ein Wohngebiet für bis zu 5.000 Menschen verwandelt werden. Das Projekt ist zudem Teil umfassender Infrastrukturvorhaben, darunter der geplante Ausbau einer Autobahn in der Nähe von Charlottenburg-Wilmersdorf.
Der Berliner Senat hat kürzlich den Rahmen für das 45 Hektar große Areal zwischen den S-Bahn-Stationen Westkreuz und Grunewald abgesteckt. Im Zentrum des neuen Viertels sollen mindestens 2.400 Wohnungen entstehen, deren Bau von der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Howoge federführend umgesetzt wird. Die Entwicklung wird voraussichtlich über das nächste Jahrzehnt hinweg schrittweise voranschreiten.
Das Gebiet könnte eine zusätzliche Funktion erhalten, falls sich Berlin als Austragungsort für die Olympischen oder Paralympischen Spiele durchsetzt. Ein Teil der Wohnungen ließe sich dann als Olympisches Dorf nutzen, um während der Spiele Athleten unterzubringen, bevor sie anschließend in langfristige Mietwohnungen umgewandelt werden.
Der Impuls für das neue Quartier steht auch im Zusammenhang mit verkehrspolitischen Planungen. So passt es zu den Bestrebungen, das Autobahndreieck Funkturm – einen zentralen Autobahnknotenpunkt im Westen der Stadt – zu erneuern.
Der ehemalige Güterbahnhof Grunewald wird zum Kern dieses wachsenden Stadtteils. Mit Tausenden neuen Wohnungen und einer möglichen olympischen Nutzung markiert das Projekt einen bedeutenden Wandel für den westlichen Rand Berlins. Bau und Planung werden in den kommenden Jahren weiter vorangetrieben.






