Berlin-Schöneberg führt ab April digitale Klagen ohne Papier ein
Ab dem 15. April werden Klagen am Amtsgericht Berlin-Schönefeld vollständig digital abgewickelt. Die Umstellung betrifft Zahlungsklagen bis zu einem Streitwert von 10.000 Euro. Behörden sprechen von einem Pilotprojekt, das Bagatellverfahren effizienter gestalten soll.
Die Digitalisierungsoffensive geht auf einen Vorschlag von Justizsenator Felor Badenberg (CDU) zurück. Künftig entfallen papierbasierte Eingaben – stattdessen erfolgen Anträge und die Kommunikation elektronisch. Zudem sollen vermehrt Videoverhandlungen stattfinden, um physische Termine zu reduzieren.
Ziel ist es, den Zugang zu Gerichten zu erleichtern und Verfahren zu beschleunigen. Kläger und Beklagte bearbeiten Unterlagen und Zahlungen über eine sichere Online-Plattform. Das Projekt konzentriert sich zunächst auf einfache Streitfälle, um zu prüfen, ob digitale Lösungen Verzögerungen und Kosten verringern können.
Der Testlauf startet am 15. April und umfasst Forderungen bis 10.000 Euro. Bei Erfolg könnte das Modell auf andere Berliner Gerichte ausgeweitet werden. Die Initiative reiht sich in die bundesweiten Bestrebungen ein, die Justiz in Deutschland zu modernisieren.






