15 March 2026, 06:23

Berlins Buchstabenmuseum schließt – und sucht verzweifelt einen neuen Ort

Ein Geschäft mit zahlreichen bunten Neon-Schildern, die von der Decke hängen und ein farbenfrohes Display schaffen.

Berlins Buchstabenmuseum schließt – und sucht verzweifelt einen neuen Ort

Berlins Buchstabenmuseum mit 3.500 Neon-Schildern schließt am Montag seine Pforten

Steigende Kosten und rückläufige Besucherzahlen seit der Pandemie haben die Schließung erzwungen. Gründerin Barbara Dechant und ihr Team suchen nun nach einem neuen Standort für die Sammlung.

Die Ausstellung umfasst Schilder aus Berlin, anderen deutschen Regionen und sogar aus Österreich und der Schweiz. Darunter befindet sich das ikonische Dekorative Fisch-Neon, ein Leuchtreklame aus den frühen 1980er-Jahren. Ursprünglich am Frankfurter Tor in Friedrichshain angebracht, erhellte es jahrzehntelang ein märchenhaftes Hochhaus, bevor es abgebaut und gerettet wurde.

Die Sammlung besitzt kulturellen und historischen Wert und bietet Einblicke in das Design der DDR sowie die städtische Nachkriegsgeschichte Deutschlands. Dechant, unterstützt von einem Verein mit 120 Mitgliedern, war die treibende Kraft hinter dem Museum. Doch seit COVID-19 haben sich die Besucherzahlen halbiert, während Energie- und Betriebskosten weiter steigen.

Das Museum bleibt vorerst bis Jahresende in seinem aktuellen Standort in Schwerin. Noch ist kein neuer Standort gesichert, doch Dechants Team prüft Lagerlösungen und mögliche Institutionen für eine Übernahme. Die Zukunft des Dekorativen Fischs – und tausender weiterer Schilder – steht nun auf dem Spiel.

Ohne neuen Standort oder Finanzierung droht die einzigartige Sammlung zersplittert oder auf unbestimmte Zeit eingelagert zu werden. Die Schließung markiert das Ende einer Ära für ein besonderes Archiv der deutschen Designgeschichte. Die Suche nach einer Lösung läuft, doch die Zeit wird knapp.

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