Betrugsrecht.de: Falsche Hoffnung für Finanzbetrugsopfer oder selbst ein Scam?
Waldtraut TröstBetrugsrecht.de: Falsche Hoffnung für Finanzbetrugsopfer oder selbst ein Scam?
Betrugsmasche unter dem Deckmantel der Hilfe: betrugsrecht.de im Fokus
Eine Website mit dem Namen betrugsrecht.de wirbt damit, Opfern von Finanzbetrug zu helfen, ihr verlorenes Geld zurückzuholen. Sie verspricht Unterstützung bei Anlagebetrug, Krypto-Scams und anderen Formen der Täuschung. Doch Untersuchungen werfen erhebliche Zweifel an der Seriosität des Angebots auf.
Die Seite bewirbt eine kostenlose Fallprüfung, die Rückverfolgung von Geldern und rechtliche Schritte – alles ohne Vorabgebühren. Den Opfern wird versichert, sie müssten nur zahlen, wenn das Geld tatsächlich zurückerstattet werde. Doch hinter der Fassade verbirgt sich offenbar selbst ein „Recovery-Scam“ – eine Masche, die gezielt Betrugsopfer erneut ausnutzt.
Ein klares Warnsignal ist die Aufforderung an Geschädigte, ein neues Krypto-Konto bei Kraken zu eröffnen. Sie müssen mindestens 0,1 Bitcoin (etwa 6.000 Euro) einzahlen, um eine angebliche Rückbuchung zu „bearbeiten“. Anschließend verschwinden die Betrüger entweder – oder verlangen weitere Zahlungen für erfundene Gebühren oder Steuern.
Weitere Recherchen zeigen: Die Domain betrugsrecht.de wurde erst am 24. Dezember 2025 verlängert, die Besitzerdaten sind versteckt. Die angegebene Adresse beherbergt zwar mehrere Unternehmen, doch keine Kanzlei dieses Namens. Die Fotos der Mitarbeiter sind KI-generiert, und der angebliche Gründer, Dr. Thomas Weber, taucht in keinem offiziellen deutschen Anwaltsverzeichnis auf.
Die Wiederbeschaffung gestohlener Kryptowährungen ist ohnehin schwierig – sowohl technisch als auch rechtlich. Betroffene sollten den Vorfall sofort bei der Polizei anzeigen, jeden Kontakt zu den Betrügern abbrechen und Beweise sichern.
Behörden warnen: Recovery-Scams verschärfen die Verluste der Opfer, indem sie deren Verzweiflung ausnutzen. Die falschen Versprechungen und undurchsichtigen Angaben der Website sind mehr als bedenklich. Wer ins Visier der Betrüger gerät, sollte keine weiteren Zahlungen leisten und sich umgehend an die Ermittlungsbehörden wenden.






