14 March 2026, 08:21

BioNTech übernimmt CureVac für 1,25 Milliarden Dollar – Ende eines mRNA-Rivalen

Ein Plakat mit einem Logo in Form eines Schildes auf blauem Hintergrund und einem weißen Stern sowie der Text "Biden-Harris-Administration erreicht 400 Millionen Covid-19-Impfdosen versandt weltweit" in fetter schwarzer Schrift.

BioNTech übernimmt CureVac für 1,25 Milliarden Dollar – Ende eines mRNA-Rivalen

BioNTech übernimmt Konkurrenten CureVac für rund 1,25 Milliarden Dollar

BioNTech hat sich darauf verständigt, den rivalisierenden Impfstoffhersteller CureVac in einer rein aktienbasierten Transaktion zu übernehmen. Die am 12. Juni 2025 bekannt gegebene Vereinbarung sieht vor, dass CureVac vollständig in die Geschäftsaktivitäten von BioNTech integriert wird. Der Schritt folgt auf Jahre des Wettbewerbs zwischen den beiden deutschen Unternehmen bei der Entwicklung mRNA-basierter Impfstoffe.

Die Übernahme erfolgt, nachdem CureVacs frühe Bemühungen um einen COVID-19-Impfstoff in entscheidenden Studien gescheitert waren, während die Partnerschaft von BioNTech mit Pfizer erfolgreich verlief. Nun sichert sich BioNTech CureVacs Forschungsstandorte sowie experimentelle Krebstherapien, darunter einen vielversprechenden Impfstoffkandidaten gegen Glioblastom – eine aggressive Form von Hirntumor.

Mit der Übernahme endet CureVacs eigenständige Unternehmensgeschichte. Aktionäre tauschen jede CureVac-Aktie gegen BioNTech-Papiere, wobei der Abschluss der Transaktion noch vor Jahresende erwartet wird. Die deutsche Bundesregierung, die CureVac zuvor mit Fördergeldern unterstützt hatte, hat die Fusion bereits gebilligt.

CureVacs finanzielle Lage hatte sich Anfang dieses Jahres verbessert, nachdem das Unternehmen gemeinsam mit seinem Partner GSK in einem Patentstreit mit Pfizer und BioNTech eine Entschädigung von 740 Millionen Dollar erstritten hatte. Trotz dieses Zuwachses ist der Aktienkurs seit der Übernahmeankündigung um etwa 19 Prozent gefallen – von 5,36 auf 4,33 Dollar (3,65 Euro) pro Aktie.

BioNTechs Entscheidung, CureVac zu übernehmen, folgt auf den eigenen Erfolg mit dem Pfizer-BioNTech-COVID-19-Impfstoff. Die Fusion erweitert BioNTechs Forschungskapazitäten und fügt dem globalen Produktionsnetzwerk den CureVac-Standort in Tübingen hinzu. Analysten zufolge war die Transaktion auch durch CureVacs Pipeline an Krebsimpfstoffen motiviert, zu der ein hoffnungsvoller Kandidat gegen Glioblastom zählt.

Im Rahmen der Übernahme wird CureVac vollständig in BioNTechs Geschäftsbetrieb eingegliedert. Der Deal festigt BioNTechs führende Position in der mRNA-Technologie und beendet CureVacs Laufbahn als eigenständiges Unternehmen. Der Abschluss der Transaktion wird bis Ende 2025 erwartet, vorbehaltlich der endgültigen regulatorischen Genehmigungen.

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