15 May 2026, 16:23

Braunschweig im Schneechaos: Winterdienst versagt nach Sturm "Elli" – Bürger fordern Konsequenzen

Eine Reihe von Fahrrädern teilweise im Schnee begraben neben einem Baumstamm und einer Straße.

Braunschweig im Schneechaos: Winterdienst versagt nach Sturm "Elli" – Bürger fordern Konsequenzen

Braunschweig kämpft mit schweren Behinderungen nach Sturm „Elli“ – Bürger fordern Aufarbeitung der Winterdienste

Nach dem Schneechaos durch Sturm „Elli“ stand Braunschweig tagelang vor enormen Problemen: Straßen und Radwege blieben ungeräumt, Anwohner und Pendler hatten mit unpassierbaren Wegen zu kämpfen. Die Situation löste Forderungen nach einer dringenden Überprüfung der städtischen Winterdienste aus. Die Ratsfraktion DIE FRAKTION. BS beantragte am 18. Februar offiziell eine Stellungnahme der Verwaltung.

Der Sturm hatte in der Region für massive Einschränkungen gesorgt: Züge fielen aus, Schulen blieben geschlossen, und Pendler saßen wegen meterhoher Schneeverwehungen fest. In Braunschweig waren selbst wichtige Verkehrsadern wie die Leonhardstraße, die Museumstraße und die Parkstraße über längere Zeit gar nicht oder nur teilweise geräumt. Besonders vernachlässigt wurden die Radwege – die Stadt räumte ein, dass diese während des Sturms nur alle 19 Stunden befahrbar gemacht werden konnten.

Die Räumteams arbeiteten zwar im Dauerbetrieb, doch der anhaltende Schneefall machte viele Straßen zu wiederholten Einsatzgebieten. Der Antrag der Fraktion verwies darauf, dass der Dienstleister ALBA weder über ausreichend Personal noch über die nötigen Kapazitäten verfügte, um den anhaltenden Schneefall zu bewältigen. Fußgänger- und Radwege blieben dadurch gefährlich. Dies steht im Widerspruch zum Mobilitätsentwicklungsplan 2035 , der eigentlich nachhaltige Verkehrsformen fördern soll – durch die mangelhafte Winterdienstleistung aber unterlaufen wird.

Der Rat stimmte schließlich für eine Untersuchung der Leistungen von ALBA. Die Prüfung soll klären, ob Personal und technische Ausstattung ausreichen, um künftig sichere Bedingungen für Fußgänger und Radfahrer bei winterlichen Extremwetterlagen zu gewährleisten.

Die Entscheidung zur Überprüfung der Winterdienste folgt auf breite Kritik wegen unpassierbarer Rad- und Gehwege während des Sturms. Die Ergebnisse der Analyse sollen künftige Schneeeinsätze in Braunschweig verbessern – mit Fokus auf schnellere Reaktionszeiten und eine bessere Verteilung der Ressourcen. Die Stadt will ihren Winterdienst nun stärker an den Zielen ihrer langfristigen Verkehrsstrategie ausrichten.

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