30 May 2026, 16:13

Bundesregierung diskutiert strengere Regeln für soziale Medien bei Kindern

Prien behältt Regulierung der sozialen Medien bei

Bundesregierung diskutiert strengere Regeln für soziale Medien bei Kindern

Die deutsche Bundesregierung erwägt strengere Regeln für die Nutzung sozialer Medien durch Kinder und Jugendliche. Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) hat ihre Unterstützung für schärfere Vorschriften bekräftigt. Innerhalb der Koalition gibt es jedoch unterschiedliche Auffassungen darüber, wie weit diese Einschränkungen gehen sollten.

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Prien betonte die Notwendigkeit eines ausgewogenen Ansatzes und forderte ein „angemessenes Maßnahmenpaket“, das „Schutz, Ermächtigung und Teilhabe“ umfasst. Zudem unterstützte sie Vorschläge von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), die „elterliche Verantwortung“ zu stärken und die „Medienkompetenz“ junger Nutzer zu verbessern.

Dobrindt äußerte jedoch Zweifel an einem vollständigen Verbot sozialer Medien für Minderjährige. Seine Vorbehalte verdeutlichen die Uneinigkeit innerhalb der Regierung bei der Lösung dieser Frage.

Bevor konkrete Gesetze beschlossen werden, will die Regierung die Empfehlungen einer Expertenkommission abwarten. Die Ergebnisse, die im Juni erwartet werden, sollen in ein umfassendes Maßnahmenpaket einfließen, das die Online-Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen reguliert.

Die geplanten Änderungen könnten den Zugang junger Menschen zu sozialen Medien in Deutschland grundlegend verändern. Eine endgültige Entscheidung hängt vom Bericht der Expertenkommission ab, der im kommenden Monat vorgelegt werden soll. Die Regierung strebt an, auf Basis dieser Erkenntnisse neue Gesetze einzuführen.

Quelle