Bundesweite Zollrazzia deckt illegale Beschäftigung und Compliance-Lücken auf
Joachim RoseBundesweite Zollrazzia deckt illegale Beschäftigung und Compliance-Lücken auf
Zollbeamte führen im September 2025 bundesweite Kontrollen gegen illegale Beschäftigung durch
Mitte September 2025 führten Zollbeamte in ganz Deutschland umfangreiche Kontrollen durch, um illegale Beschäftigung und Verstöße gegen das Arbeitsrecht aufzudecken. Im Raum Lörrach überprüften 55 Beamte Betriebe in Offenburg, Freiburg und Lörrach – dabei wurden zahlreiche Verstöße festgestellt, allerdings keine in direktem Zusammenhang mit Arbeits- oder Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Mitarbeiter.
Am 19. September 2025 beteiligte sich das Hauptzollamt Lörrach an einer bundesweiten Aktion und kontrollierte 41 Zollstellen. Das Team führte über 107 Befragungen durch, woraufhin die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) 63 Fälle zur weiteren Prüfung einleitete.
In Offenburg stellten die Beamten fest, dass mehrere Unternehmen ausländische Arbeitnehmer ohne gültige Aufenthaltserlaubnis beschäftigten. In Lörrach wurde ein gesuchter Mitarbeiter ermittelt, drei weitere arbeiteten ohne Genehmigung. Zudem entdeckten die Kontrolleure einen Minderjährigen, der illegal tätig war.
Vier Unternehmen hatten neue Beschäftigte nicht bei den Behörden gemeldet, vier weitere führten keine ordnungsgemäßen Arbeitszeitaufzeichnungen. In Freiburg gab es 12 Verdachtsfälle auf illegale Ausländerbeschäftigung; zudem wurden 26 Kilogramm beschlagnahmter Shisha-Tabak sichergestellt. Acht Fälle erfordern dort eine Überprüfung des Mindestlohns, bei 22 weiteren geht es um nicht abgeführte Sozialabgaben.
Zwei ausländische Arbeitnehmer – ein Iraker und ein Türke – wurden als gesuchte Personen identifiziert: gegen einen lag ein Haftbefehl vor, der andere wurde zur Fahndung ausgeschrieben. Den beteiligten Arbeitgebern drohen nun Strafverfahren wegen Beihilfe zu illegalem Aufenthalt und Beschäftigung.
Die Kontrollen offenbarten erhebliche Compliance-Lücken; 63 Fälle werden nun vertieft geprüft. Die Behörden bestätigten, dass es keinen direkten Zusammenhang zwischen den Verstößen und der Erteilung von Genehmigungen gibt, da entsprechende Unterlagen nicht vorliegen. Den betroffenen Arbeitgebern drohen rechtliche Konsequenzen wegen ihrer Rolle bei illegaler Beschäftigung.






