19 April 2026, 10:18

CDU-Forderung: Syrische Flüchtlinge sollen freiwillig mit Unterstützung zurückkehren

Ein Plakat mit einer Karte von Syrien mit Daten zu Binnenflüchtlingen aufgrund von Gewalt neben begleitendem Text und Graphiken.

CDU-Forderung: Syrische Flüchtlinge sollen freiwillig mit Unterstützung zurückkehren

Jürgen Hardt, außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hat eine Neuausrichtung der deutschen Politik gegenüber syrischen Flüchtlingen gefordert. Seine Äußerungen fallen vor ein Treffen zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Sharaa in Berlin. Hardt argumentierte, dass sich die Bedingungen in Syrien mittlerweile so verändert hätten, dass eine Rückkehr einiger Flüchtlinge möglich sei.

Hardt betonte, dass viele syrische Flüchtlinge keinen Anspruch mehr auf Asyl in Deutschland hätten. Als entscheidenden Faktor nannte er die Stabilisierung großer Teile Syriens. Gleichzeitig räumte er ein, dass jene, die in Deutschland gebraucht werden – etwa Fachkräfte –, bleiben sollten.

Für Flüchtlinge ohne starke Bindungen oder Perspektiven in Deutschland schlug Hardt freiwillige Rückkehren mit finanzieller Unterstützung vor. Diese Hilfen sollten ihnen den Wiederaufbau eines eigenständigen Lebens in Syrien ermöglichen.

Er unterstrich zudem die Notwendigkeit, dass Syrien friedlich mit seinen Nachbarn zusammenlebt. Laut Hardt hänge die regionale Stabilität davon ab. Die politische Zukunft des Landes müsse alle ethnischen Gruppen einbeziehen, da es keine klare Mehrheit gebe, so Hardt weiter. Er forderte al-Sharaa auf, während des Wiederaufbaus die Rechte jeder Gemeinschaft zu wahren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Bei seinem Staatsbesuch in Berlin wird Kanzler Merz diese Themen mit al-Sharaa erörtern. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen die Rückkehr syrischer Flüchtlinge und die Wiederaufbaubemühungen des Landes.

Hardts Vorschläge deuten auf einen Kurswechsel in der deutschen Haltung gegenüber syrischen Flüchtlingen hin. Die Bundesregierung könnte künftig freiwillige Rückführungen fördern, während sie gleichzeitig jene unterstützt, die bleiben. Die Ergebnisse des Treffens zwischen Merz und al-Sharaa könnten die künftige Politik in Sachen Flüchtlingsrückführung und Syrien-Wiederaufbau prägen.

Quelle