15 May 2026, 20:22

Daimler weitet Rückruf wegen gefährlicher Takata-Airbags massiv aus

Papier mit mehreren beigefügten Zetteln, auf denen jeweils der Text "Brisker & Shellard's Patent Safety Match" steht.

Daimler weitet Rückruf wegen gefährlicher Takata-Airbags massiv aus

Daimler erweitert die Rückrufaktion für Fahrzeuge mit potenziell defekten Takata-Airbags. Die Maßnahme erfolgt auf Grundlage einer Anordnung der US-amerikanischen Aufsichtsbehörden, um die von den fehlerhaften Bauteilen ausgehenden Sicherheitsrisiken zu beheben. Bisher wurden in Europa keine Vorfälle im Zusammenhang mit diesem Problem gemeldet.

Ursache des Defekts sind die Airbag-Gasgeneratoren von Takata, die bei der Auslösung mit zu großer Wucht aktiviert werden können. Im schlimmsten Fall explodieren sie und schleudern Metallteile in den Fahrzeuginnenraum. Tests zeigen, dass langfristige Hitze- und Feuchtigkeitseinwirkung die Gasgeneratoren mit der Zeit schwächt.

Weltweit hat der Defekt bereits mindestens elf Todesfälle und Dutzende Verletzungen verursacht. Takata selbst bestätigt, dass anhaltende Hitze und Feuchtigkeit die Hauptursachen für die Ausfälle sind. Als Reaktion ordnete die US-amerikanische Straßenverkehrsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) den Rückruf von bis zu 40 Millionen weiteren Takata-Airbags an – der größte Rückruf in der Geschichte der US-Automobilbranche.

Daimler hatte bereits 2015 rund 840.000 Fahrzeuge in den USA wegen defekter Beifahrer-Airbags von Takata zurückgerufen. Nun muss das Unternehmen die Aktion auf weitere 200.000 Fahrzeuge in den USA und Kanada ausweiten, diesmal mit Fokus auf die Frontpassagier-Airbags. Für die anfallenden Kosten hat Daimler in diesem Geschäftsjahr hunderte Millionen Euro für Rückrufmaßnahmen zurückgestellt.

Auch andere Automobilhersteller wie Volkswagen und BMW haben wegen desselben Problems groß angelegte Rückrufe durchgeführt. Die erweiterte Aktion zielt auf Fahrzeuge ab, die durch langfristige Hitze- und Feuchtigkeitsbelastung besonders gefährdet sind. Die finanzielle Vorsorge von Daimler unterstreicht das Ausmaß der Problematik, während die Behörden die Lage weiter beobachten. In Europa sind bisher keine Zwischenfälle im Zusammenhang mit dem Defekt registriert worden.

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