10 May 2026, 14:20

Deutschlands Apotheker werden immer älter – droht ein Personalnotstand?

Schwarze und weiße Zeitungsanzeige für das Pensionshaus in Dresden, Deutschland.

Deutschlands Apotheker werden immer älter – droht ein Personalnotstand?

Deutschlands Apotheker werden immer älter: Personalmangel droht

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Fast ein Drittel der Apotheker in Deutschland ist heute 56 Jahre oder älter – die Belegschaft in den öffentlichen Apotheken altert rasant. Aktuelle Zahlen zeigen eine wachsende Lücke zwischen ausscheidenden Fachkräften und jüngeren Nachwuchskräften. Die Entwicklung wirft Fragen zur künftigen Personaldecke in den Apotheken des Landes auf.

Im Jahr 2024 waren 30 Prozent der in öffentlichen Apotheken tätigen Apotheker 56 Jahre oder älter. Die größte Gruppe, 13,5 Prozent, war zwischen 56 und 60 Jahre alt. Weitere 6,5 Prozent erreichten ein Alter von 66 Jahren oder mehr – damit liegt das Durchschnittsalter der Branche bei 48,4 Jahren.

Männer in diesem Beruf sind im Schnitt etwas älter (50,1 Jahre), während Frauen durchschnittlich 47,8 Jahre alt sind. Apothekenleiter sind mit einem Durchschnittsalter von 53,6 Jahren noch älter. Junge Apotheker bleiben eine kleine Minderheit: Nur 10,7 Prozent der Beschäftigten sind unter 30 Jahre alt. Die Altersgruppen von 31 bis 35 Jahren und 36 bis 40 Jahren machen jeweils 12,5 Prozent und 11,2 Prozent aus.

Der Alterungstrend spiegelt die übergeordneten Herausforderungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt wider. Die Generation der Babyboomer, die lange eine zentrale Säule der Erwerbsbevölkerung bildete, nähert sich dem Renteneintritt. Bis 2039 werden über 13,4 Millionen Beschäftigte das Renteneintrittsalter erreichen. Dieser Wandel wird eine erhebliche Lücke hinterlassen, da zu wenige junge Fachkräfte nachrücken, um die Ausscheidenden zu ersetzen.

Der Anteil älterer Apotheker in Deutschland übersteigt mittlerweile den bundesweiten Durchschnitt der 55- bis 64-Jährigen im Erwerbsleben. Da fast ein Drittel der Apothekenbelegschaft kurz vor dem Ruhestand steht, droht dem Sektor ein Personalengpass. Ohne ausreichend jüngere Mitarbeiter, die die frei werdenden Stellen besetzen, könnten sich die Personalknappheit in öffentlichen Apotheken in den kommenden Jahren weiter verschärfen.

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