Emmendingen diskutiert höhere Gebühren für Obdachlosenunterkünfte ab Mai 2026
Niko CichoriusEmmendingen diskutiert höhere Gebühren für Obdachlosenunterkünfte ab Mai 2026
Emmendingens Stadtrat stimmt am 28. April 2026 über neue Gebühren für Obdachlosenunterkünfte ab
Die aktualisierte Gebührenordnung soll sämtliche Wohnkosten decken und eine kostenneutrale Finanzierung gewährleisten. Bei Zustimmung treten die Änderungen zum 1. Mai 2026 in Kraft.
Die vorgeschlagenen Gebühren variieren je nach Unterkunft. Im "Am Sportfeld" werden künftig 22 Euro pro Quadratmeter und Monat fällig. Die benachbarte Einrichtung in der Hebelstraße 1 erhebt mit 22,50 Euro pro Quadratmeter einen leicht höheren Satz. Die größere Unterkunft an der Bundesstraße berechnet den Bewohnern hingegen etwa 439 Euro pro Person und Monat.
Die neuen Preise umfassen alle grundlegenden Ausgaben – von Miete über Nebenkosten, Wasser, Abfallentsorgung und Instandhaltung bis hin zur Ausstattung. Die Stadt betont, dass es nicht um Gewinnmaximierung gehe, sondern um die Sicherstellung des Betriebs.
Die Unterkünfte bleiben eine Übergangslösung. Langfristig strebt Emmendingen an, die Bewohner wieder in den regulären Wohnungsmarkt zu integrieren. Doch der angespannte Mietmarkt in der Stadt erschwert diesen Prozess weiterhin.
Die überarbeitete Gebührenstruktur soll sämtliche Betriebskosten decken, ohne Überschüsse zu erwirtschaften. Die Bewohner zahlen je nach Standort festgelegte Sätze, wobei die Änderungen Anfang Mai 2026 greifen. Die endgültige Entscheidung des Stadtrats wird zeigen, ob das neue System wie geplant umgesetzt wird.






