Festo baut 1.300 Stellen ab – kann die Umstrukturierung das Wachstum retten?
Niko CichoriusFesto baut 1.300 Stellen ab – kann die Umstrukturierung das Wachstum retten?
Festo verzeichnet dritten Rückgang in Folge – Stellenabbau und Umstrukturierung sollen Wachstum sichern
Der familiengeführte Automatisierungsspezialist Festo hat zum dritten Mal in Folge rückläufige Umsätze gemeldet. Der Erlös sank 2025 um 3,7 Prozent auf rund 3,33 Milliarden Euro. Nun streicht das Unternehmen Stellen und strukturiert seine Geschäftsbereiche um, um das künftige Wachstum zu sichern.
Das in Esslingen ansässige Unternehmen beliefert Branchen wie Lebensmittelproduktion, Automobilbau und Medizintechnik mit industriellen Steuerungssystemen, Software und KI-gestützter Automatisierung. Zudem entwickelt Festo Bioreaktoren für nachhaltige Industrieprozesse und betreibt technische Bildungsprogramme.
Um sich an verschiebende globale Märkte, den wachsenden Wettbewerb aus Asien und geopolitische Unsicherheiten anzupassen, startet Festo ein weltweites Transformationsprogramm. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Abläufe – mit Schwerpunkt auf Deutschland – zu straffen und so die Neuausrichtung des Unternehmens zu finanzieren.
Ende 2025 beschäftigte Festo weltweit etwa 20.600 Mitarbeiter, davon 8.200 in Deutschland. Im Rahmen der neuen Strategie sollen rund 1.300 Stellen in Deutschland abgebaut werden. Mit den Anpassungen will das Unternehmen seine Position in der Automatisierungstechnik und der technischen Ausbildung stärken.
Die Umstrukturierung erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Umsatzrückgänge und zunehmenden Wettbewerbsdrucks. Die Stellenstreichungen und operativen Änderungen sollen die Effizienz steigern und das langfristige Wachstum unterstützen. Gleichzeitig will Festo seinen Fokus auf Innovation und Bildung beibehalten, während es sich den Herausforderungen des Marktes stellt.






