Freiburger Studie erforscht, wie der Menstruationszyklus die Leistung von Spitzensportlerinnen beeinflusst
Niko CichoriusFreiburger Studie erforscht, wie der Menstruationszyklus die Leistung von Spitzensportlerinnen beeinflusst
Neues Forschungsprojekt der Universität Freiburg untersucht Einfluss des Menstruationszyklus auf Spitzensportlerinnen
Ein neues Forschungsvorhaben an der Universität Freiburg erforscht, wie sich der Menstruationszyklus auf weibliche Spitzensportlerinnen auswirkt. Unter der Leitung von Jana Strahler wird die Studie hormonelle Prozesse, Stress und psychische Gesundheit in Bezug auf Leistung und Regeneration analysieren. Die Arbeit ist Teil einer breiter angelegten Initiative, um Trainingsmethoden für Frauen im Sport zu verbessern.
Das Projekt mit dem Namen Athletin-D vereint ein Konsortium aus vier deutschen Hochschulen: Freiburg, Bochum, Wuppertal und die Technische Universität München. Die Forscher:innen arbeiten direkt mit Athletinnen, Trainer:innen und Spitzenverbänden zusammen, um praxisnahe Anwendungen zu gewährleisten.
Mit einer Förderung des Bundesinstituts für Sportwissenschaft in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro läuft die Studie über vier Jahre. Ihr Hauptziel ist die Entwicklung eines digitalen Systems für individualisiertes Training und Gesundheitsmanagement. Durch die Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Unterschiede strebt das Team bessere Strategien für Leistung und langfristiges Wohlbefinden von Sportlerinnen an.
Die Forschung wird untersuchen, wie hormonelle Schwankungen Trainingsreaktionen, Erholungszeiten und Verletzungsrisiken beeinflussen. Strahlers Team erhofft sich, dass die Erkenntnisse zu wirksameren, wissenschaftlich fundierten Trainingsplänen führen, die speziell auf Sportlerinnen zugeschnitten sind.
Die Ergebnisse des Projekts könnten die Art und Weise verändern, wie Spitzensportlerinnen trainieren und wettkampfbereit bleiben. Ein digitales Tool für individuelle Planung könnte Trainer:innen und Sportfachleute dabei unterstützen, die Leistung zu optimieren und gleichzeitig Gesundheitsrisiken zu minimieren. Die Arbeit des Konsortiums verspricht langfristige Vorteile für Frauen im Spitzensport.






