Grevenbroich führt schärfere Leinenpflicht für Hunde zum Schutz von Wildtieren ein
Waldtraut TröstGrevenbroich führt schärfere Leinenpflicht für Hunde zum Schutz von Wildtieren ein
Neue Leinenpflicht für Hunde in Grevenbroich in Kraft getreten
Ab sofort gelten in Grevenbroich verschärfte Leinenregeln für Hunde. Die Maßnahmen sollen den Schutz von Wildtieren während der Brut- und Setzzeit gewährleisten. Halter müssen ihre Tiere in öffentlichen Räumen, Wäldern und freier Landschaft unter Kontrolle halten.
Die Einschränkungen treten in Kraft, da der Frühling für viele Wildtiere die Zeit des Nestbaus und der Aufzucht der Jungen bedeutet. Bodenbrütende Vögel und junge Säugetiere sind besonders gefährdet, wenn Hunde frei herumlaufen. Selbst ohne direkte Verfolgung können Wildtiere unter Stress geraten oder ihre Nester verlassen.
In besiedelten Gebieten müssen Hunde an der Leine geführt werden – auf Straßen, in öffentlichen Gebäuden und in Verkehrsmitteln. Gleiche Regeln gelten in Wäldern und auf Feldern bis zum Ende der Saison. Zudem ist das Verlassen der Wege mit Hunden in Wald- und Freiflächen verboten.
Nur auf ausgewiesenen Hauptwegen dürfen Hunde in diesen Gebieten ohne Leine laufen. Das Landeshundegesetz Nordrhein-Westfalens sieht für als gefährlich eingestufte Rassen zusätzliche Auflagen vor: Diese müssen stets angeleint und mit Maulkorb geführt werden.
Stadtförster Frank Wadenpohl betont, dass Hunde bei Wildtieren Fluchtreflexe auslösen können. Störungen könnten Jungtiere von ihren Eltern trennen oder Tiere dazu zwingen, ihre Nester aufzugeben. Die Regeln sollen solche Beeinträchtigungen in einer kritischen Phase für die Tierwelt minimieren.
Die Vorschriften gelten bis zum Ende der Brutzeit. Halter, die die Leinenpflicht missachten, müssen mit Bußgeldern rechnen. Die Behörden appellieren an die Mitwirkung aller, um gefährdete Arten in Grevenbroichs Naturgebieten zu schützen.






