Kostenexplosion im Teilladungsverkehr: Löhne und Palettenabwicklung treiben Preise 2025 in die Höhe
Waldtraut TröstKostenexplosion im Teilladungsverkehr: Löhne und Palettenabwicklung treiben Preise 2025 in die Höhe
Kosten im deutschen Teilladungsverkehr stiegen auch in der zweiten Jahreshälfte 2025 weiter an
Während einige Ausgaben stabil blieben, kletterten die betrieblichen Gesamtkosten im Stückgut- und Teilladungssegment (LTL) um 4,2 Prozent. Branchenexperten warnen, dass weitere Effizienzsteigerungen kaum noch möglich seien.
Mit einem Anteil von 51 Prozent an den Gesamtkosten blieb die Arbeit der größte Kostentreiber. Die Löhne stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2024 um 3,7 Prozent. Auch die Betriebskosten legten zu und machten 33 Prozent der Ausgaben aus.
Besonders stark stieg die Palettenabwicklung: Hier erhöhten sich die Kosten um 6,4 Prozent – vor allem wegen eines Preissprungs bei Paletten um 21 Prozent. Die prozessbezogenen Versandkosten kletterten um 3,4 Prozent und verstärkten den Aufwärtstrend.
Die Sendungsmengen blieben nahezu unverändert und wiesen nur einen leichten Rückgang im Jahresvergleich auf. Zwar erhöhte sich die Zahl der Umschlagzentren um vier, doch sank dadurch die durchschnittliche Sendungsmenge pro Depot um 3,3 Prozent. Maut- und Spritkosten blieben hingegen stabil und milderte so einen Teil der Steigerungen ab.
Die aktuellen Zahlen zeigen: Der Kostendruck im Teilladungsverkehr hält an. Da Rationalisierungspotenziale weitgehend ausgeschöpft sind, stehen Unternehmen vor anhaltenden Herausforderungen bei der Ausgabenkontrolle. Die Branche ist nun auf stabile Sprit- und Mautpreise angewiesen, um den Gesamtanstieg der Kosten zu begrenzen.






