26 April 2026, 12:25

Kumys aus Deutschland: Wie ein Nomadengetränk hierzulande Karriere macht

Deutscher Briefmarkenstempel aus ungefähr 1913 mit drei Kühen und einem Schloss darauf, mit der Aufschrift "Landwirtschaftskammer"

Kumys aus Deutschland: Wie ein Nomadengetränk hierzulande Karriere macht

Ein traditionelles zentralasiatisches Getränk wird nun in Deutschland nach alten Rezepten und modernen Methoden hergestellt. Kumys, ein säuerliches Gärgetränk aus Stutenmilch, wird seit Jahrhunderten von Steppennomaden zubereitet. In Waldbrunn-Mülben hat die Familie Zollmann aus diesem uralten Getränk ein blühendes Unternehmen gemacht – ohne dabei die starken Wurzeln in Kasachstan zu vergessen.

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Die Geschichte des Kumys in Deutschland begann im Jahr 1959, als Dr. Rudolf Storch die gesundheitlichen Vorzüge des Getränks entdeckte. Er gründete einen Stutenmilch-Betrieb und legte damit den Grundstein für die spätere Produktion. Über zwei Jahrzehnte später, im Jahr 1980, übernahm die Familie Zollmann das Unternehmen und baute es weiter aus.

Heute liegt der Gestüt- und Produktionsbetrieb der Zollmanns in den malerischen Hügeln von Waldbrunn-Mülben. Der Standort dient einem doppelten Zweck: der Pferdezucht und der Herstellung von Kumys nach streng gehüteten Familienrezepten. Die Familie hat sogar eine Kosmetiklinie auf Basis von Stutenmilch entwickelt und damit ihr Angebot erweitert.

Die Zollmanns pflegen enge Verbindungen zu Kasachstan und loben stets die Gastfreundschaft des Landes. Um diese Verbundenheit zu feiern, veranstalten sie Feste mit kasachischer Küche, Musik und Traditionen. Ihre Produkte erfreuen sich wachsender Beliebtheit – nicht zuletzt wegen der zugeschriebenen gesundheitlichen Vorteile des Getränks.

Kumys, einst ein Grundnahrungsmittel der Steppenvölker Asiens, hat dank der Familie Zollmann nun auch in Deutschland eine Heimat gefunden. Ihr Unternehmen verbindet Tradition mit Innovation: Neben der Herstellung des fermentierten Getränks betreiben sie Pferdezucht und Kosmetikproduktion. Durch Feste und Partnerschaften mit Kasachstan halten sie das Erbe des Kumys für neue Generationen lebendig.

Quelle