Manz AG stellt Insolvenzantrag – radikale Neuausrichtung soll Rettung bringen
Joachim RoseManz AG stellt Insolvenzantrag – radikale Neuausrichtung soll Rettung bringen
Manz AG meldet Insolvenzantrag – Umstrukturierung soll Unternehmen retten
Die Manz AG gab am 18. Dezember bekannt, dass sie Insolvenzverfahren beantragen werde. Als Hauptgrund für diesen Schritt nannte der deutsche Maschinenbaukonzern die massiven Herausforderungen auf dem europäischen Markt für Batteriezellen. Trotz des Rückschlags präsentierte das Unternehmen jedoch einen klaren Plan zur Neuausrichtung und Restrukturierung seiner Geschäftsaktivitäten.
Die finanzielle Lage für das Jahr 2024 bleibt angespannt. Die Umsatzerwartungen liegen zwischen 170 und 180 Millionen Euro, doch die Verluste werden voraussichtlich anhalten. Das bereinigte EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) wird auf -25 bis -20 Millionen Euro geschätzt, das EBIT auf -35 bis -30 Millionen Euro.
Ausstieg aus der Batteriezellenproduktion Manz AG zieht sich vollständig aus der Herstellung von Batteriezellen zurück und führt dies auf schwere Marktverwerfungen in Europa zurück. Der Verkauf dieses Geschäftsbereichs soll bis zur ersten Jahreshälfte 2025 abgeschlossen sein. Künftig will sich das Unternehmen auf industrielle Automatisierung, Elektronik, Halbleitertechnik und Auftragsfertigung konzentrieren.
Kostensenkung und Effizienzsteigerung Um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, plant Manz AG umfassende Einsparungen bei Personal-, Fix- und Materialkosten. Arbeitsabläufe sollen verschlankt, Hierarchien abgeflacht und das Produktportfolio standardisiert werden. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, das Unternehmen nach dem Insolvenzverfahren schlanker und schlagkräftiger aufzustellen.
Die Restrukturierung wird die Geschäftsaktivitäten von Manz AG grundlegend verändern – weg von der verlustreichen Batterieproduktion, hin zu einer stabileren finanziellen Basis. Durch die Straffung der Strukturen und die Reduzierung der Kosten will das Unternehmen seine Position festigen. Der weitere Weg hängt nun vom Ausgang des Insolvenzverfahrens und dem Verkauf des Batteriegeschäfts ab.






