MVV-Energie-Chef fordert rasche EEG-Reform für mehr Wind- und Solarstrom
Niko CichoriusMVV-Energie-Chef fordert rasche EEG-Reform für mehr Wind- und Solarstrom
Georg Müller, Vorstandsvorsitzender von MVV Energie, fordert zügige Schritte bei der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Der vom Wirtschaftsministerium vorgelegte Gesetzentwurf zielt darauf ab, den Ausbau von Windkraft an Land und Solarenergie zu beschleunigen. Müller sieht in den geplanten Änderungen einen entscheidenden Schritt, um die seit Jahren anhaltenden Verzögerungen beim Ausbau der erneuerbaren Energien zu überwinden.
Das EEG war vor 20 Jahren unter der rot-grünen Koalition eingeführt worden, um die Produktion von Ökostrom zu fördern. Damals setzten feste Einspeisevergütungen und eine Umlage Anreize für Investitionen. Nun soll der neue Entwurf Beschränkungen für den Windkraftausbau in Norddeutschland lockern und die Ausschreibungsmengen für Onshore-Projekte erhöhen.
Müller unterstützt diese Maßnahmen, warnt jedoch vor möglichen Rückschlägen. Eine hitzige Debatte um die Flächennutzung – insbesondere der Konflikt zwischen Landwirtschaft und Solaranlagen – könnte die EEG-Novelle verzögern. Dennoch begrüßt er die geplante "Südquote", die durch angepasste Vergütungen den Ausbau in süddeutschen Regionen vorantreiben soll.
Auch die neuen Regelungen zu Mieterstrom und die Solarpflicht für Neubauten findet Müller richtig. Sinkende Kosten in der Photovoltaik hätten bereits für Wachstum gesorgt – diese Dynamik gelte es nun zu nutzen. Seine größte Sorge gilt jedoch dem Abbau des Staus bei Genehmigungsverfahren, der den Ausbau seit Jahren bremst.
Der EEG-Reformentwurf setzt höhere Ausbauziele für Wind- und Solarenergie. Wird er verabschiedet, fallen Hemmnisse weg, und neue Anreize kommen hinzu. Müllers Drängen auf Tempo unterstreicht die Dringlichkeit, Deutschlands Ziele im Bereich erneuerbare Energien zu erreichen.






