05 May 2026, 21:51

Nouripour attackiert deutsche Iran-Politik als zu passiv und reaktiv

Detailierte Wandkarte des iranisch-sowjetischen Grenzverlaufs mit geografischen Merkmalen und Landesgrenzen sowie erklärendem Text.

Nouripour attackiert deutsche Iran-Politik als zu passiv und reaktiv

Omid Nouripour, Vizepräsident des Bundestags und Außenexperte der Grünen, hat die deutsche Iran-Politik scharf kritisiert. Er wirft der Bundesregierung vor, zu passiv zu sein und sich damit in eine reaktive Rolle zu begeben, statt selbst gestaltend einzugreifen.

Besonders richtete sich Nouripours Kritik gegen Außenminister Johann Wadephul, dem er vorhält, keine entschlossenen Schritte einzuleiten. Statt nur auf Ereignisse zu reagieren, müsse Berlin eigene Initiativen vorantreiben, forderte der Politiker.

Die Lage in der Straße von Hormus hat sich weiter zugespitzt, nachdem der Iran zivile Frachtschiffe ins Visier genommen hat. Nouripour bezeichnete diese Angriffe als inakzeptabel und warnte davor, die Risiken zu verharmlosen, indem man den aktuellen Zustand als „Waffenruhe“ bezeichne.

Laut Nouripour geht Teheran mittlerweile davon aus, in Verhandlungen mit westlichen Staaten die Oberhand zu haben. Er rief die europäischen Länder, die am stärksten von den iranischen Aktionen betroffen sind, dazu auf, selbst die diplomatische Führung zu übernehmen – statt auf andere zu warten.

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Nouripours Äußerungen spiegeln die wachsende Unzufriedenheit mit der deutschen Iran-Strategie wider. Ohne ein stärkeres Engagement Europas werde die Instabilität in der Region anhalten, betonte er. Sein Appell für eine proaktivere Diplomatie unterstreicht die Sorgen über das zunehmend selbstbewusstere Auftreten Irans in zentralen Schifffahrtsrouten.

Quelle