NRW stellt 2026 rekordverdächtige 1.700 Rechtsreferendare ein – und wendet den Trend
Niko CichoriusNRW stellt 2026 rekordverdächtige 1.700 Rechtsreferendare ein – und wendet den Trend
Nordrhein-Westfalen wird im Jahr 2026 1.700 neue Rechtsreferendare einstellen und kehrt damit den jüngsten Rückgang bei der Nachwuchsgewinnung um. Dies entspricht einem Anstieg um 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Maßnahme folgt einem Beschluss, ab Juli 2024 wieder verstärkt in die juristische Ausbildung zu investieren.
Der Bundesland hatte die Anzahl der Ausbildungsplätze zeitweise aufgrund von Haushaltsengpässen reduziert. Nun haben die Verantwortlichen jedoch zugesagt, die Mittel wieder aufzustocken und angehenden Juristen mehr Chancen zu eröffnen. Die Einstellungszahlen für 2026 werden damit das Niveau von 2023 erreichen.
Im Rahmen ihres Vorbereitungsdienstes absolvieren die Rechtsreferendare in der Region ein dreimonatiges Praktikum bei einer öffentlichen Behörde. Die Bezirksregierung Münster koordiniert diese Verwaltungsstationen in enger Abstimmung mit dem Landgericht Münster, das als zentrale Vermittlungsstelle für die Referendare fungiert und für eine reibungslose Organisation sorgt.
Bei einem jüngsten Treffen wurde die langjährige Partnerschaft zwischen Gericht und Bezirksregierung betont. Beide Institutionen haben über Jahre hinweg ein vertrauensvolles Verhältnis aufgebaut und arbeiten seit Langem Hand in Hand bei der Ausbildung juristischer Nachwuchskräfte.
Mit der Wiederaufstockung der Mittel werden 2026 1.700 neue Referendare in das System aufgenommen. Die Erhöhung folgt auf eine Phase verringerter Einstellungen und spiegelt die erneuerte finanzielle Förderung wider. Das Landgericht Münster und die Bezirksregierung werden ihre gemeinsame Arbeit fortsetzen, um zukünftige Juristen optimal auf ihren Berufsweg vorzubereiten.






