PETA fordert Verbot von Jagd und Angeln als grausame Freizeitbeschäftigung
Joachim RosePETA fordert Verbot von Jagd und Angeln als grausame Freizeitbeschäftigung
Die Tierrechtsorganisation PETA fordert ein Ende von Jagd und Angeln als Freizeitbeschäftigung in Deutschland. Die Organisation argumentiert, dass diese Aktivitäten jedes Jahr Millionen von Tieren unnötiges Leid zufügen. In ihrer Kampagne verweist sie auf die ethischen Bedenken, die mit beiden "Sportarten" verbunden sind, und bezeichnet sie als grausam und vermeidbar.
Laut PETA ist die Jagd weder ökologisch notwendig noch moralisch zu rechtfertigen. Wie der Vertreter der Organisation, Peter Höffken, erklärt, werden jährlich über fünf Millionen Wildtiere und 200.000 Katzen von Freizeitjägern getötet. Die Praxis störe Tierpopulationen, erhöhe den Stresspegel der Tiere und führe paradoxerweise zu höheren Fortpflanzungsraten bei den überlebenden Wildtieren.
Auch Angler stehen in der Kritik, da sie Fischen erhebliche Schmerzen zufügen. PETA betont, dass Millionen von ihnen jährlich durch Hakenverletzungen, lang anhaltende Qualen und langsames Ersticken leiden. Die Organisation weist darauf hin, dass Fische fühlende Wesen mit komplexen sozialen Verhaltensweisen sind, die Schmerzen empfinden und sich sogar im Spiegel erkennen können.
Zwei deutsche Bundesländer haben bereits Einschränkungen für die Freizeitjagd eingeführt. Brandenburg verhängt ein Jagdverbot im Juni, um Wildtiere zu schützen, und führt den Wolf als geschützte Art – allerdings mit Ausnahmen für Tiere, die Schäden verursachen. Schleswig-Holstein regelt die Wolfspopulation ebenfalls und erlaubt unter bestimmten Bedingungen die Bejagung in Rudeln.
PETAs Position ist eindeutig: Wer Tiere respektiert, sollte Jagd- und Angelveranstaltungen meiden. Die Organisation besteht darauf, dass die aktuellen Gesetze nicht ausreichen, um unnötiges Leid zu verhindern. Angesichts der Millionen betroffenen Tiere jedes Jahr drängt die Kampagne auf strengere bundesweite Regelungen.






