21 March 2026, 02:20

Petrit Halilaj gewinnt Nasher-Preis 2027 für bewegende Kriegs-Kunst

Gemälde von Wassily Kandinsky in einem klassischen Rahmen an einer Wand.

Petrit Halilaj gewinnt Nasher-Preis 2027 für bewegende Kriegs-Kunst

Der kosovarische Künstler Petrit Halilaj hat den Nasher-Preis 2027 gewonnen, eine der renommiertesten Auszeichnungen der Kunstwelt. Mit 39 Jahren ist er der jüngste Preisträger seit der Erstvergabe im Jahr 2015. Seine Werke spiegeln häufig seine Kindheit während des Kosovo-Konflikts der 1990er-Jahre wider und verbinden kindliche Unschuld mit der Härte des Krieges.

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Halilaj wuchs im Kosovo während des Krieges auf und verlor mit nur 13 Jahren sein Elternhaus durch serbische Truppen. Seine frühen Zeichnungen aus dieser Zeit wurden später in der Tate St Ives in England ausgestellt. Diese Erlebnisse prägen weiterhin seine Kunst, die die Leichtigkeit der Kindheit mit der Schwere des Konflikts kontrastiert.

Zu seinen jüngsten Projekten gehört die interdisziplinäre Oper Syrigana, die in einem gleichnamigen kosovarischen Dorf aufgeführt wurde. Zudem hat er Kritzeleien von Schulkindern vom Balkan in Bronzeskulpturen verwandelt, die im Metropolitan Museum of Art in New York zu sehen waren.

Das Preisgeld in Höhe von 100.000 US-Dollar fließt in die von Halilaj mitgegründete Hajde!-Stiftung, die die Künste im Kosovo fördert. Die Stiftung restauriert derzeit das Haus der Kultur in seiner Heimatstadt, das 2027 als neues Kunstzentrum wiedereröffnet werden soll.

Der Nasher-Preis würdigt Halilajs Einfluss auf die zeitgenössische Kunst, der tief in seiner Kriegsjugend verwurzelt ist. Seine fortlaufende Arbeit im Kosovo, darunter die Wiederherstellung des Hauses der Kultur, schafft einen dauerhaften Ort für künstlerisches Wachstum. Die Auszeichnung unterstreicht sowohl seine kreative Vision als auch sein Engagement für seine Gemeinschaft.

Quelle