Rastatter Tunnel: Baubeginn für die Hochgeschwindigkeitsstrecke Karlsruhe–Basel
Kazim HoffmannRastatter Tunnel: Baubeginn für die Hochgeschwindigkeitsstrecke Karlsruhe–Basel
Bau des Rastatter Tunnels beginnt – Meilenstein für den Ausbau der Bahnstrecke Karlsruhe–Basel
Am 25. Mai 2016 startete der Bau des Rastatter Tunnels, ein entscheidender Schritt bei der Modernisierung der Bahnstrecke zwischen Karlsruhe und Basel. Die 4,27 Kilometer lange Röhre bildet das Kernstück des Großprojekts, das die Kapazitäten für Güter- und Hochgeschwindigkeitszüge deutlich erhöhen wird.
In Anwesenheit von rund 500 Gästen wurde der erste Spatenstich gesetzt. Der Tunnel verläuft von Ötigheim im Norden bis Rastatt-Niederbühl im Süden. Zwei Tunnelbohrmaschinen werden die Strecke auffahren, wobei die zweite Maschine vier Monate später startet, um den Bau zu beschleunigen.
Nach Fertigstellung sollen Züge mit bis zu 250 Stundenkilometern durch den Tunnel fahren. Die Inbetriebnahme ist für 2022 geplant, nachdem 2019 die Innenarbeiten abgeschlossen werden. Das Projekt ist das größte von vier nationalen Pilotvorhaben, in denen die Building Information Modeling-Methode (BIM) erprobt wird – ein digitales Planungswerkzeug, das von der DB Netz AG erstmals eingesetzt wird.
Der Rastatter Tunnel ist Teil des ersten Bauabschnitts der insgesamt 182 Kilometer langen Strecke Karlsruhe–Basel, die von zwei auf vier Gleise erweitert wird, um mehr Züge aufnehmen zu können. Die Gesamtkosten für Planung und Bau belaufen sich auf geschätzte 11,6 Milliarden Euro.
Der Tunnel wird die Verbindungen zwischen Karlsruhe und Basel verbessern, indem er schnellere und häufigere Verbindungen ermöglicht. Güter- und Personenzüge werden die modernisierte Strecke gemeinsam nutzen, was Engpässe auf einer der meistbefahrenen Eisenbahnachsen Deutschlands verringert.






