01 May 2026, 04:23

"Reclaim the Night" in Berlin: 2.600 Menschen protestieren gegen Diskriminierung und Gewalt

Gruppe von Menschen marschiert die Straße entlang und hält eine pinkfarbene "Women's March in Berlin"-Fahne, einige tragen Mützen und Schutzbrillen, andere halten Fahnen, mit Bäumen, Fahrzeugen und Himmel im Hintergrund.

"Reclaim the Night" in Berlin: 2.600 Menschen protestieren gegen Diskriminierung und Gewalt

Mehr als 2.000 Menschen nahmen in der Nacht vor dem 1. Mai an der jährlichen Frauendemonstration in Berlin-Kreuzberg teil. Die unter dem Motto "Reclaim the Night" bekannte Kundgebung zog eine große Menschenmenge an, wobei die Stimmung spürbar angespannt war. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmenden auf etwa 2.600, die sich gegen Belästigung und strukturelle Diskriminierung zur Wehr setzten.

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Die Demonstration startete am Kottbusser Damm und zog durch die Straßen, bevor sie an der Köpenicker Straße endete. Unterwegs wurden Feuerwerkskörper gezündet, und Gegenstände flogen in Richtung der Einsatzkräfte. Die Veranstalter:innen beschlossen, die Kundgebung etwa zehn Minuten früher als geplant zu beenden.

In einer Erklärung betonten die Teilnehmenden, dass sie rassistische, queerenfeindliche und frauenverachtende Belästigung nicht länger hinnehmen wollten. Sie riefen zum Widerstand gegen eine von ihnen als patriarchal bezeichnete Gesellschaft auf und bekräftigten ihren Anspruch, sich den öffentlichen Raum zurückzuerobern. Die Stimmung blieb während der gesamten Veranstaltung aufgeladen.

Die Polizei meldete vier Fälle von Sachbeschädigung, darunter Vandalismus an Privatfahrzeugen und Polizeifahrzeugen. Eine Person wurde wegen Beleidigung eines Beamten festgenommen. Für den Einsatz waren rund 1.800 Polizist:innen im gesamten Berliner Stadtgebiet im Einsatz – sowohl während der Demonstration als auch in der Walpurgisnacht.

Die Kundgebung endete vorzeitig nach Auseinandersetzungen und Sachbeschädigungen. Die Behörden bestätigten eine Festnahme und mehrere Vandalismusvorfälle. Die Demonstration unterstrich die anhaltenden Spannungen rund um geschlechtsspezifische Gewalt und die öffentliche Sicherheit in der Stadt.

Quelle