Reinhold Würth setzt auf CDU-Mann Hagel und schreibt FDP politisch ab
Waldtraut TröstWürth prophezeit den Niedergang der FDP im Südwesten - Reinhold Würth setzt auf CDU-Mann Hagel und schreibt FDP politisch ab
Der Milliardär Reinhold Würth hat sich deutlich für den CDU-Politiker Manuel Hagel als nächsten Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg ausgesprochen. Seine Äußerungen gehen einher mit einer scharfen Kritik an der FDP – einer Partei, die er einst unterstützte, deren Bedeutung er nun jedoch als schwindend einstuft.
Würth, der sich früher mit der FDP verbunden fühlte, erklärte kürzlich, eine Stimme für die Liberalen sei "verschwendete Liebesmüh". Er prognostiziert ihr allmähliches Verschwinden aus der Landes- und Bundespolitik. Trotz seiner früheren Nähe sieht er die FDP nicht mehr als tragfähige politische Kraft.
Sein politisches Engagement gilt nun einer von der CDU geführten Koalition. Würth wirbt für eine schwarz-grüne Allianz unter Hagels Führung und warnt zugleich vor dem Aufstieg der AfD. Sollten FDP-Anhänger seinem Beispiel folgen, drohe der Partei der Verlust ihrer letzten Mandate im Stuttgarter Landtag, so Würth.
Für die Zukunft erwartet der Unternehmer einen Machtwechsel in Baden-Württemberg: Die aktuelle Grün-Schwarze Koalition werde seiner Einschätzung nach einer Schwarz-Grünen Regierung weichen – eine Entwicklung, die er als positiven Wandel für das Land bewertet.
Würths Aussagen unterstreichen seine wachsende Nähe zur CDU und die Distanzierung von der FDP. Seine Prognosen zu Koalitionsverschiebungen spiegeln tiefgreifendere politische Umbrüche im Südwesten wider. Bisher gibt es jedoch keine Belege dafür, dass sein Einfluss frühere Wahlergebnisse in Baden-Württemberg direkt geprägt hat.
Würth erweitert CDU-Verbindungen nach Thüringen, hat neues Wirtschaftsprojekt im Visier
Reinhold Würth hat die CDU-Verbindungen über Baden-Württemberg hinaus vertieft. Jüngste Treffen mit dem Thüringer CDU-Chef Mario Voigt drehten sich um die Wirtschaftspolitik und ein geplantes Pilotprojekt. Die Diskussionen betonten 247 abgeschlossene Projekte als Modell für die Zusammenarbeit zwischen den Bundesländern.