08 April 2026, 04:18

Revolutionärer 3D-Druck aus Stuttgart beschleunigt Autoentwicklung radikal

Eine handgezeichnete Skizze einer Maschine mit beschrifteten Teilen, darunter ein Zylinder, ein Griff und eine Düse, begleitet von beschreibendem Text auf Papier.

Revolutionärer 3D-Druck aus Stuttgart beschleunigt Autoentwicklung radikal

Forscher in Stuttgart haben ein neues 3D-Druckverfahren entwickelt, das die Produktion von Autoteilen deutlich beschleunigen könnte. Das an der Forschungsplattform Arena2036 entwickelte System reduziert die Fertigungszeit von Monaten auf nur noch wenige Wochen. Mithilfe modernster Laser und Echtzeitüberwachung werden Präzision und Effizienz deutlich verbessert.

Der neue 3D-Drucker in der Arena2036 setzt auf zwei Hochleistungs-Faserlaser. Im Gegensatz zu älteren CO₂-Lasern ermöglichen diese eine präzisere Fokussierung und schnellere Druckgeschwindigkeiten – insbesondere bei komplexen Kunststoffbauteilen. Als Material kommt ein Polypropylen-Pulver zum Einsatz, das mit winzigen Glaspartikeln angereichert ist, wodurch die fertigen Komponenten steifer und langlebiger werden.

Ein Sensor überwacht den Druckprozess in Echtzeit, indem er die Reflexionen des Lasers auf dem Polymerpulver erfasst. Dadurch wird die Genauigkeit sichergestellt, und Anpassungen können sofort vorgenommen werden. Das Team des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) optimiert das Verfahren derzeit weiter, um stabile Ergebnisse und die korrekten Formen für den Einsatz in der Automobilindustrie zu gewährleisten.

Bisher wird der 3D-Druck vor allem für Prototypen und Testteile genutzt. Für die Serienfertigung bleibt das Spritzgießen aufgrund der Skaleneffekte und Kostenvorteile weiterhin der Standard. Die neue Methode könnte jedoch diese Lücke schließen, indem sie die frühe Entwicklungsphase beschleunigt und die Gesamtkosten senkt.

Ziel ist es, den Produktentwicklungszyklus für Kunststoffteile im Automobilbau deutlich zu verkürzen. Statt bis zu sechs Monate auf Werkzeuge und Tests zu warten, könnten Hersteller Designs nun in nur zwei bis drei Wochen verfeinern. Das würde schnellere Optimierungen und einen zügigeren Markteintritt neuer Modelle ermöglichen.

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Die Technologie verspricht, die Herstellung von Kunststoffkomponenten für Fahrzeuge effizienter zu gestalten. Durch die Kombination von schnellerem Druck, Echtzeitkontrollen und robusteren Materialien könnten Kosten gesenkt und Innovationen beschleunigt werden. Automobilhersteller dürften das Verfahren bald für Vorserienteile einsetzen, bevor sie auf das großindustrielle Spritzgießen umsteigen.

Quelle