Schimmel im Murgwichtel-Kindergarten: Sanierung verzögert sich seit 16 Monaten
Waldtraut TröstSchimmel im Murgwichtel-Kindergarten: Sanierung verzögert sich seit 16 Monaten
Sanierungsverzögerungen im Gaggenauer Murgwichtel-Kindergarten halten an
Seit im November 2024 erstmals Schimmel im Murgwichtel-Kindergarten in Gaggenau entdeckt wurde, kämpft die Einrichtung mit anhaltenden Verzögerungen bei den Sanierungsarbeiten. Mehr als 16 Monate später sind die Bauarbeiten noch immer nicht abgeschlossen – Eltern, Kinder und das Personal warten weiterhin auf eine Lösung. Die Probleme gehen auf strukturelle Mängel zurück, die bereits bei der Errichtung des Gebäudes im Jahr 2009 entstanden sind.
Die Schwierigkeiten begannen, als Ende 2024 in Teilen des Kindergartens Schimmelbefall festgestellt wurde. Untersuchungen mit UV-Messungen, Wärmebildkameras und Luftproben ergaben später, dass lediglich das Erdgeschoss betroffen war – im Obergeschoss gab es keine Belastung. Vorsorglich wurden die befallenen Räume sofort gesperrt, die Kinder vorübergehend in das Obergeschoss und andere nahegelegene Einrichtungen verlegt.
Um die Ursache des Problems zu beheben, haben Arbeiter die äußere Fundamentstruktur des Gebäudes freigelegt. Ziel ist es, bauliche Defekte zu reparieren, durch die Feuchtigkeit eindringen und so den Schimmelbefall begünstigen konnte. Die Stadt Gaggenau, der das Gebäude gehört, hat mit dem Betreiber, der Impuls Soziales Management GmbH & Co. KG, einen Pachtvertrag bis 2038 geschlossen. Darin ist geregelt, wie sich die beiden Parteien die Sanierungskosten teilen.
Wann die Arbeiten endgültig abgeschlossen sein werden, ist weiterhin unklar. Die Verantwortlichen gehen jedoch von mehreren weiteren Monaten aus. Seit der ersten Entdeckung des Schimmels ziehen sich die Verzögerungen hin – für Eltern und Mitarbeiter bedeutet das eine langwierige Belastung durch die anhaltende Unsicherheit.
Die Sanierung des Kindergartens schreitet ohne festen Fertigstellungstermin voran, auch wenn Fortschritte bei der Fundamentinstandsetzung gemacht werden. Nach Abschluss der Arbeiten bleibt das Gebäude bis 2038 in der Hand des Betreibers, bevor es wieder vollständig in den Besitz der Stadt übergeht. Bis dahin bleibt den Familien nichts anderes übrig, als auf den langsamen Fortgang der Bauarbeiten zu warten.






