Schwarzarbeit und Mindestlohn: Razzia in sechs Schönheitssalons Süddeutschlands
Waldtraut TröstSchwarzarbeit und Mindestlohn: Razzia in sechs Schönheitssalons Süddeutschlands
Behörden in Süddeutschland haben am 11. April 2025 unangekündigte Kontrollen in sechs Friseursalons und Nagelstudios durchgeführt. Betroffen waren Betriebe in Singen, Schramberg, Oberndorf am Neckar und Tuttlingen. Die Beamten prüften mögliche Verstöße gegen Lohnvorschriften und Arbeitsrecht.
Ein siebenköpfiges Team der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) aus Singen leitete die Aktion. Im Mittelpunkt stand die Überprüfung der Einhaltung von Sozialabgaben und des gesetzlichen Mindestlohns. Seit dem 1. Januar 2025 beträgt dieser in Deutschland brutto 12,82 Euro pro Stunde – geregelt im Mindestlohngesetz (MiLoG).
Bei den Kontrollen deckten die Prüfer mehrere Unregelmäßigkeiten auf. Gegen zwei Betriebe gibt es Vorwürfe wegen vorenthaltenen Lohns, gefälschter Unterlagen und der Nichtzahlung des Mindestlohns. In einem weiteren Salon arbeitete eine vietnamesische Staatsbürgerin ohne gültige Arbeitserlaubnis, die sich zudem illegal im Land aufhielt.
Die FKS-Inspektion förderte in mehreren Betrieben schwere Verstöße zutage: ausstehende Löhne, Urkundenfälschung und illegale Beschäftigung wurden dokumentiert. Je nach Ergebnis der Ermittlungen könnten weitere verwaltungsrechtliche oder juristische Schritte folgen.






