27 March 2026, 06:20

Schwerer Bahnunfall in Böbingen: Zwei Arbeiter nach Stromschlag in Lebensgefahr

Schwarz-weißes Bild einer Zugkollision auf den Schienen mit Einsatzkräften in Helmen und einem Hintergrund aus Strommasten, Bäumen, Gebäuden und einem klaren Himmel.

Schwerer Bahnunfall in Böbingen: Zwei Arbeiter nach Stromschlag in Lebensgefahr

Schwerer Bahnunfall am Bahnhof Böbingen: Zwei Arbeiter lebensgefährlich verletzt

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Am 22. Mai 2025 ereignete sich am Bahnhof Böbingen ein schwerer Arbeitsunfall, bei dem zwei Mitarbeiter lebensbedrohliche Verletzungen erlitten. Gegen 14:20 Uhr wurden die Männer auf Gleis 3 während Entwässerungsarbeiten von einem Lichtbogen getroffen, nachdem eine von ihnen gehaltene Messstange zu nah an eine 15.000-Volt-Oberleitung geriet. Solche Leitungen führen extrem hohe Spannungen, die selbst ohne direkten Kontakt gefährliche Entladungen verursachen können. Beide Verletzte wurden per Hubschrauber in Krankenhäuser geflogen und notärztlich versorgt.

Die Bundespolizei hat Ermittlungen eingeleitet, unter anderem wegen des Verdachts auf fahrlässige Körperverletzung. Zwar gab es in Deutschland in den vergangenen fünf Jahren keine tödlichen oder schweren Unfälle durch Berührungen von Oberleitungen, doch bleibt das unbefugte Betreten von Gleisanlagen hochriskant.

Erst kürzlich, im März 2026, kam es in Hamburg und Wandsbek zu Vorfällen mit beschädigten Oberleitungen, bei denen jedoch keine Todesfälle oder schwere Stromschlagverletzungen zu verzeichnen waren.

Die verletzten Arbeiter schweben weiterhin in Lebensgefahr. Die Behörden warnen erneut vor den Gefahren bei Arbeiten in der Nähe aktiver Bahninfrastruktur. Die Ermittlungen sollen klären, ob zum Zeitpunkt des Unfalls alle Sicherheitsvorschriften eingehalten wurden.

Quelle