12 March 2026, 18:20

SparkassenVersicherung verzeichnet 42 Prozent mehr Nettogewinn im Rekordjahr 2025

Ein Haus mit einem durch einen Sturm beschädigten Dach, umgeben von Pflanzen, Gras, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Sparkassen-Versicherer zahlen weniger für Wetterschäden - SparkassenVersicherung verzeichnet 42 Prozent mehr Nettogewinn im Rekordjahr 2025

Die SparkassenVersicherung (SV) verzeichnete im Jahr 2025 ein starkes finanzielles Ergebnis: Der Nettogewinn stieg um 42 Prozent. Der in Stuttgart ansässige Versicherer profitierte von einem deutlichen Rückgang der Schadensmeldungen nach Stürmen, was zu einem insgesamt geringeren Schadensaufwand führte.

Andreas Jahn, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, bezeichnete 2025 als ein "außergewöhnlich gutes Jahr", warnte jedoch, dass der Klimawandel langfristig eine Herausforderung für die Branche bleiben werde.

Die Gesamtausgaben für Schadensfälle bei der SV sanken 2025 auf knapp 1,6 Milliarden Euro – ein Rückgang um 10 Prozent im Vergleich zu 2024. Dieser deutliche Rückgang war vor allem auf geringere Kosten durch Sturmschäden zurückzuführen, die von 397 Millionen Euro im Jahr 2024 auf nur noch 87,4 Millionen Euro im Jahr 2025 einbrachen. Während das Vorjahr noch als viertteuerstes für wetterbedingte Schäden galt, blieben die Kernregionen der SV 2025 von schweren Stürmen, Überschwemmungen oder Hagel weitgehend verschont.

Trotz der geringeren Sturmschäden wurden die Einsparungen teilweise durch steigende Wasserschäden und inflationsbedingte Reparaturkosten ausgeglichen. Gleichzeitig trugen die Sparten Lebensversicherung und andere Policen zu einem Anstieg der Prämieneinnahmen um 7,2 Prozent bei, die sich auf rund 4,0 Milliarden Euro beliefen.

Die SV entstand 2004 aus der Fusion zweier öffentlich-rechtlicher Versicherer und beschäftigt heute über 5.400 Mitarbeiter. Der Nettogewinn des Unternehmens kletterte 2025 auf 147 Millionen Euro – ein Plus von 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Langfristige Trendvergleiche sind jedoch nur begrenzt möglich, da die SV keine umfassenden Daten zu Elementarschäden öffentlich zugänglich macht.

Die Finanzzahlen der SV für 2025 zeigen ein Jahr mit geringeren Sturmschäden und kräftigem Gewinnwachstum. Der Vorstandsvorsitzende betonte zwar die positiven Ergebnisse, wies aber darauf hin, dass extreme Wetterphänomene künftig die Schadensentwicklung prägen dürften. Mit steigenden Prämieneinnahmen und einer stabilen Belegschaft steuert die SV weiterhin einen Kurs zwischen Klimarisiken und wirtschaftlichen Herausforderungen.

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