SPD-Politikerin Nasr besucht Dresdner Apotheke vor Reform-Debatten
Vor den anstehenden parlamentarischen Debatten über Apothekenreformen besuchte die SPD-Abgeordnete Rasha Nasr die Knut-Apotheke in Dresden, um sich aus erster Hand über die Herausforderungen des Sektors zu informieren. Im Gespräch mit Apothekeninhaber Michael Gäbe standen vor allem Finanzierungsfragen und die Auswirkungen des Personalmangels auf die Patientenversorgung im Mittelpunkt.
Nasr, die bisher keine Erfahrung in der Gesundheitspolitik hat, verbrachte Zeit in der Dresdner Apotheke, um die geplanten Änderungen besser zu verstehen. Sie tauschte sich mit Gäbe über zentrale Sorgen aus, insbesondere über das aktuelle Vergütungssystem und dessen Folgen für den Apothekenbetrieb.
Gäbe betonte, dass die seit Jahren unveränderten Gebühren maßgeblich zur Personalknappheit in der Branche beigetragen hätten. Ohne faire finanzielle Anpassungen drohe eine Verschlechterung der Versorgungsqualität, warnte er. Zudem sprach er sich gegen eine Ausweitung der Aufgaben von Pharmazeutisch-technischen Assistenten aus, solange die Personaldecke nicht verbessert werde – andernfalls bestehe ein Risiko für die Patientensicherheit.
Während des Gesprächs hob Gäbe die wichtige Rolle der Apotheken im Gesundheitssystem hervor. Sie seien für viele Patienten die erste Anlaufstelle, halfen bei der Vermeidung gefährlicher Wechselwirkungen von Medikamenten und entlasteten Ärzte und Krankenhäuser. Apotheker bezeichnete er als „Verbraucherschützer“, die ihr Fachwissen über Arzneimittel verantwortungsvoll einsetzten. Ihre lokale Präsenz müsse stärker gewürdigt werden, forderte er.
Nasr hörte den Argumenten der Apotheker aufmerksam zu und versprach, ihre Anliegen in Berlin zu vertreten. Sie betonte, wie wichtig es sei, vor Beginn des Gesetzgebungsverfahrens gut informiert zu sein.
Der Besuch unterstrich die finanziellen und betrieblichen Belastungen, unter denen Apotheken leiden. Gäbe forderte fairere Vergütungen, um ihr wirtschaftliches Überleben zu sichern. Nasrs Zusage, diese Bedenken an die Politik weiterzugeben, bildet die Grundlage für die weitere parlamentarische Debatte über die Apothekenreform.






