Steinmeier startet "Ehrenamts-Tag" zum Jubiläum des Grundgesetzes
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Tag der Verfassung mit der Einführung des ersten „Ehrenamts-Tags“ begangen. Die Initiative soll bürgerschaftliches Engagement fördern und an das 75-jährige Jubiläum des deutschen Grundgesetzes erinnern. In einem Berliner Gemeinschaftsgarten pflanzte Steinmeier gemeinsam mit Freiwilligen Zucchini und erntete Spinat – ein Symbol für den Wert aktiver Teilhabe.
Das Grundgesetz, die deutsche Verfassung, wurde am 23. Mai 1949 verkündet. Um sein Erbe zu würdigen, erklärte Steinmeier den Jahrestag zum „Ehrenamts-Tag“ – ein Aufruf an die Bürgerinnen und Bürger, sich ehrenamtlich zu engagieren, statt den Tag lediglich als Feiertag zu begehen. Er betonte, dass Demokratie dann gedeiht, wenn Menschen sich einbringen, sei es in lokalen Projekten oder digitalen Initiativen.
Während seines Besuchs im Gemeinschaftsgarten sprach der Bundespräsident über die Bedeutung von Ehrenamt. Er bezeichnete es als Fundament der Demokratie, das Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft ermöglicht. Steinmeier ermutigte insbesondere junge Menschen, sich ohne Druck auszuprobieren – selbst wenn es nur für kurze Zeit sei.
Der Präsident hofft, dass der „Ehrenamts-Tag“ zu einer jährlichen Tradition wird. Anders als ein klassischer Feiertag soll er zum Handeln anregen und zeigen, wie individuelle Beiträge eine stärkere Gesellschaft formen. Steinmeier ist überzeugt, dass gemeinsames Engagement ein Gefühl geteilter Verantwortung schafft und beweist: Jeder kann mitgestalten – für eine lebendige Demokratie.
Der „Ehrenamts-Tag“ ist ein neuer Ansatz, um Bürgerinnen und Bürger in ganz Deutschland mit freiwilligem Engagement zu vernetzen. Die Initiative des Bundespräsidenten wirbt für flexible Formen des Mitmachens – vom Gärtnern bis zu digitalen Projekten. Ziel ist es, die Auseinandersetzung mit der Verfassung in praktische Beiträge umzuwandeln, die Gemeinschaften stärken.






