29 April 2026, 18:22

Studierende entwerfen lebendiges Stadtviertel auf altem Gefängnisareal in Braunschweig

Offenes Buch mit einer Zeichnung eines Gefängnisgebäudes mit einem großen Eingang und mehreren Fenstern, begleitet von beschreibendem Text auf der Seite.

Studierende entwerfen lebendiges Stadtviertel auf altem Gefängnisareal in Braunschweig

Studierende der TU Braunschweig haben neue Entwürfe für das Gelände des ehemaligen Gefängnisses Rennelberg präsentiert. Ihre Vorschläge sehen ein neues Stadtviertel mit Parks, öffentlichen Plätzen und Kulturstätten vor. Die Ideen sind noch bis zum 20. Mai im historischen Rathaus ausgestellt.

Das Projekt startete im Dezember 2018, als der Verwaltungsausschuss der Stadt beschloss, einen Entwicklungsplan für das Areal zu erarbeiten. Seitdem haben Studierende des Instituts für Städtebau und Entwurfsmethodik Möglichkeiten erkundet, das alte Gefängnis und seine Umgebung umzugestalten.

Drei Siegerentwürfe wurden ausgewählt. Franziska Heininger und Johannes Quirin erhielten den ersten Preis für Von Mauern zur Gemeinschaft – ein Konzept mit einem großzügigen zentralen Platz im Mittelpunkt. Ihr Entwurf sieht symmetrische Achsen vor, die zu einem kreativen Campus führen und die ehemaligen Gefängnisbarrieren durch offene, einladende Räume ersetzen.

Adriana Gens und Mareike Meier belegten mit Gefängnis Rennelberg: Wenn Barrieren fallen den zweiten Platz. Ihre Vision umfasst einen "Klimawald"-Park entlang eines zentralen Weges, der die Isolation des Geländes aufbricht. Sarah Suttner López und Robert Sievert erhielten den dritten Preis für Nachbarschaft statt Gefängnis und schlagen eine Quartiersgalerie, neue öffentliche Plätze und kleinteilige Bebauung vor, während bestehende Strukturen erhalten bleiben.

Bevor mit den Arbeiten begonnen werden kann, muss die Stadt jedoch erst den Verkauf des Gefängnisgeländes abschließen. Bis dahin wird das Areal im Juni das Theaterformen-Festival beherbergen und das alte Gefängnis so zu einem temporären Kulturort verwandeln.

Die Studierendenentwürfe geben einen Ausblick darauf, wie sich das Gelände verändern könnte – doch mit Baumaßnahmen wird erst nach Abschluss des Verkaufsverfahrens begonnen. Bis dahin dient das ehemalige Gefängnis in diesem Sommer als Festivalgelände. Die Ausstellung im Rathaus bleibt bis zum 20. Mai für die Öffentlichkeit zugänglich.

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