Trigema-Erbin Bonita Grupp lehnt 1.000-Euro-Bonus für Arbeitnehmer strikt ab
Joachim RoseTrigema-Erbin Bonita Grupp lehnt 1.000-Euro-Bonus für Arbeitnehmer strikt ab
Bonita Grupp, Erbin des Modeimperiums Trigema, hat sich gegen den von der Regierung neu beschlossenen steuerfreien Bonus von 1.000 Euro für Arbeitnehmer ausgesprochen. Sie bezeichnete die Maßnahme als irreführend, da sie falsche Erwartungen wecke und gleichzeitig „mit dem Geld anderer“ wirtschafte.
Grupp kritisierte, dass das Bonusprogramm bei den Beschäftigten unrealistische Hoffnungen schüre. Zudem warnte sie, dass die steigenden Lohnnebenkosten auf Dauer unfinanzierbar werden könnten, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen würden.
Trotz ihrer Ablehnung des Bonus hat sie noch nicht entschieden, ob Trigema die Zahlung an die eigenen Mitarbeiter aussetzen wird. In der allgemeinen Steuerpolitik zeigte sie sich jedoch etwas kompromissbereit: Zwar wäre sie bereit, eine moderate Erhöhung des Spitzensteuersatzes zu akzeptieren, betonte aber, dass eine solche Anpassung durch Entlastungen in anderen Bereichen ausgeglichen werden müsse.
Ihre Äußerungen spiegeln eine zurückhaltende Haltung in der Finanzpolitik wider, bei der sie langfristige Stabilität über kurzfristige Anreize stellt. Grupps Position unterstreicht die Bedenken sowohl gegenüber dem Bonusmodell als auch den wachsenden Arbeitskosten. Die Entscheidung, ob Trigema den steuerfreien Bonus einführen wird, steht noch aus. Gleichzeitig hängt ihre Bereitschaft, über einen höheren Spitzensteuersatz nachzudenken, von umfassenderen wirtschaftlichen Anpassungen ab.






