05 April 2026, 01:06

Tübingen kämpft mit 13 maroden Telekom-Telefonzellen – wer räumt sie endlich weg?

Ein verlassenes Gebäude mit buntem Graffiti an seinen Wänden und Türen, umgeben von verstreuten Gegenständen auf dem Boden, die ein Gefühl von Verfall und Vernachlässigung vermitteln.

Defekte Telefonzellen: Tübingen will von der Deutschen Telekom Geld - Tübingen kämpft mit 13 maroden Telekom-Telefonzellen – wer räumt sie endlich weg?

Tübingen kämpft noch mit 13 maroden Telefonzellen – lange nach ihrem Aus durch die Deutsche Telekom. Obwohl die Telekom Anfang 2023 ihre letzten öffentlichen Telefonzellen in Deutschland abschaltete, stehen in Tübingen noch immer 13 veraltete t-online-Kabinen herum. Bürgermeister Boris Palmer bezeichnet sie als "Schandfleck", der das Stadtbild verschandelt. Doch ihre Entfernung verzögert sich weiter – wegen bürokratischer Hürden und Koordinationsprobleme mit der Telekom.

Die Telekom hatte zu Beginn des Jahres 2023 die letzten 12.000 Telefonzellen bundesweit stillgelegt. Ursprünglich sollte der Rückbau aller Kabinen bis Ende 2025 abgeschlossen sein, doch dieser Zeitplan ist längst Makulatur. Verantwortliche machen die langwierigen Genehmigungsverfahren mit den lokalen Behörden für die Verzögerungen verantwortlich.

Die Demontage der Zellen erweist sich als komplexes Unterfangen, an dem mehrere Gewerke und Behörden beteiligt sind. In Tübingen stehen sieben der verbleibenden 13 Kabinen in den Außenbezirken, die anderen sechs im historischen Altstadtkern. Die Frustration in der Stadtverwaltung wächst, während die funktionslosen Bauten weiter das Straßenbild prägen.

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Mittlerweile zieht Tübingen sogar in Erwägung, der Telekom die anfallenden Kosten für die fortgesetzte Präsenz der Zellen in Rechnung zu stellen. Die Stadt argumentiert, das Unternehmen müsse für die Belassung der verlassenen Kabinen auf öffentlichem Grund aufkommen.

Die Telefonzellen bleiben damit ein Streitpunkt zwischen Kommune und Telekom. Bis alle Genehmigungen vorliegen und die Abbauarbeiten beginnen, werden sie als Relikte einer vergangenen Zeit weiter die Gehwege blockieren. Die Tübinger Verwaltung betont jedoch, man werde sich unverzüglich für ihre Beseitigung einsetzen, sobald es die Umstände zulassen.

AKTUALISIERUNG

Tübingen's mayor slams Telekom's 'typisch Deutschlandtempo' delays – city plans to charge fees for remaining booths

Tübingen's mayor Boris Palmer has publicly criticized the Telekom's slow progress, calling it 'typisch Deutschlandtempo'. Key developments include:

  • Palmer told SWR: 'For the Telekom, removing a broken phone booth is a task that takes years.'
  • The city plans to charge a special usage fee for the 13 remaining booths, though details remain unclear.
  • Telekom has not provided a timeline for removal, despite repeated requests.