Umstrittenes CDU-AfD-Foto aus Halberstadt entfacht politische Debatte über Brandmauer
Niko CichoriusUmstrittenes CDU-AfD-Foto aus Halberstadt entfacht politische Debatte über Brandmauer
Ein Foto von Ulrich Siegmund und Guido Heuer bei einer Veranstaltung in Halberstadt hat eine politische Diskussion ausgelöst. Das Bild zeigt den Spitzenkandidaten der AfD in Sachsen-Anhalt neben dem Fraktionsvorsitzenden der CDU. Schnell kamen Spekulationen auf, ob dies auf eine mögliche Positionsänderung der CDU gegenüber der AfD in der Region hindeuten könnte.
Die Veranstaltung wurde vom Landesverband Sachsen-Anhalt des Liberal-Mittelständischen Verbands ausgerichtet. Vertreter von CDU, AfD, Linken, Grünen und BSW nahmen teil. Wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtet, gab es aus dem Publikum auch Widerspruch.
Guido Heuer griff ein, nachdem Ulrich Siegmund eine Bemerkung gemacht hatte – dabei entstand das umstrittene Foto. Später betonte er, der Moment habe eine „politische Konfrontation“ und keinen freundschaftlichen Austausch gezeigt. Das Bild zeigt jedoch beide Männer mit eigenen Mikrofonen, was Heuers Aussage widerspricht, es habe nur eines gegeben.
Heuer äußerte Unbehagen mit dem Begriff „Brandmauer“ und erklärte, seine Partei ziehe „Grenzen, aber schließe die AfD nicht aus“. Eine Koalition mit der AfD oder der Linken schloss er aus. Siegmund hingegen wies Vorwürfe zurück, die Brandmauer werde brüchig, und betonte, die CDU stehe weiterhin hinter Friedrich Merz und der Linie, Distanz zur AfD zu wahren.
Die Veröffentlichung des Fotos befeuerte die Debatte über den Umgang der CDU mit der AfD in Sachsen-Anhalt. Heuer bekräftigte zwar die Weigerung seiner Partei, mit der AfD zusammenzuarbeiten, räumte aber die Notwendigkeit klarer Abgrenzung ein. Siegmund unterstrich, dass die CDU an ihrer Brandmauer-Politik festhalte.






