Unilever könnte Kultmarke Knorr an McCormick verkaufen – ein Milliardendeal steht in Aussicht
Niko CichoriusUnilever könnte Kultmarke Knorr an McCormick verkaufen – ein Milliardendeal steht in Aussicht
Unilever erwägt Verkauf der Kultmarke Knorr im Rahmen einer großen Umstrukturierung
Der Konsumgüterkonzern Unilever prüft den Verkauf seines ikonischen deutschen Markenprodukts Knorr als Teil eines umfassenden Restrukturierungsplans. Als potenzieller Käufer gilt der US-amerikanische Gewürzriese McCormick & Company, der das Geschäft für mehrere Milliarden Dollar übernehmen könnte. Seit der Übernahme durch Unilever im Jahr 2000 ist Knorr in Deutschland unangefochtener Marktführer im Segment Suppen und Saucen geblieben.
Unilever baut sein Geschäft bereits seit einiger Zeit um, um sich auf Produkte mit höherer Marge zu konzentrieren. 2025 trennte sich das Unternehmen von seiner Eiskrem-Sparte – ein wichtiger Schritt in dieser Strategie. Nun könnte auch Knorr, eine Marke mit tiefen Wurzeln in Deutschland, einen ähnlichen Weg einschlagen.
Aktuell hält Knorr auf dem deutschen Markt eine dominante Position mit einem Marktanteil von 30 bis 40 Prozent bei Suppen und Saucen. Damit liegt das Unternehmen deutlich vor Konkurrenten wie Nestlés Maggi (rund 25 Prozent) oder heimischen Marken wie Erasco. In den letzten Jahren ist der Wettbewerb durch Handelsmarken und pflanzliche Alternativen jedoch spürbar gewachsen.
Für McCormick & Company, den weltweiten Marktführer für Gewürze und Würzmittel, wäre die Übernahme von Knorr eine wertvolle Ergänzung. Der Deal würde die Präsenz des Unternehmens auf dem europäischen Markt für Lebensmittelwürzung deutlich ausbauen. Sollte die Transaktion zustande kommen, wäre sie eine der größten in der Branche in diesem Jahr.
Der Verkauf von Knorr würde Unilevers Portfolio weiter straffen und gleichzeitig McCormicks Stand in Europa festigen. Die langjährige Marktführerschaft der Marke in Deutschland macht sie für den US-Konzern zu einem strategisch wichtigen Asset. Ob es tatsächlich zu einem Besitzerwechsel kommt, wird sich in den kommenden Monaten in den Verhandlungen zeigen.






