Unterrichtsausfälle in Westthüringen erreichen alarmierende 25 Prozent
Kazim HoffmannUnterrichtsausfälle in Westthüringen erreichen alarmierende 25 Prozent
Massive Unterrichtsausfälle an weiterführenden Schulen in Westthüringen
Im Frühjahrsschuljahr 2025/26 kam es an mehreren weiterführenden Schulen in Westthüringen zu erheblichen Unterrichtsausfällen. An der Staatlichen Regelschule Geisa fielen 21,2 Prozent des Unterrichts ersatzlos aus. Die Situation löste scharfe Kritik bei lokalen Politikern aus.
Besonders betroffen war die Staatliche Regelschule Dermbach, wo 25,7 Prozent der Stunden ausfielen. Die Erste Gemeindeschule in Bad Salzungen verzeichnete 24,2 Prozent Ausfall. Auch an der Regelschule Geisa gab es massive Einschränkungen – vor allem in den Fächern Englisch, Mathematik und Sport.
Die meisten ausgefallenen Stunden wurden nicht nachgeholt, sodass Schüler:innen ohne betreute Lernzeit blieben. Die Landesregierung räumte ein, dass das Problem flächendeckend in Schulen unter der Zuständigkeit des Staatlichen Schulamts Westthüringen auftritt. Als Gegenmaßnahmen wurden ein gezieltes Personalmanagement und der Einsatz von Vertretungslehrkräften eingeführt, um den Lehrermangel zu bekämpfen.
Der CDU-Politiker Martin Henkel bezeichnete die Lage als „inakzeptabel“. Er forderte die Schulbehörde auf, schnell zu handeln, die Ausfälle zu reduzieren und die am stärksten betroffenen Schulen zu unterstützen.
Das Land hat bereits Schritte eingeleitet, darunter verbesserte Einstellungspraktiken. Schulen wie die Gemeinschaftsschule Rhön-Ulstertal in Geisa, Bad Salzungen und Dermbach bleiben jedoch unter Druck. Die Verantwortlichen hoffen, dass die Maßnahmen die Belastung für Schüler:innen und Lehrkräfte in den kommenden Schuljahren verringern werden.






