Waldkirch diskutiert Schließung des Grundbuchamts wegen sinkender Nachfrage
Joachim RoseWaldkirch diskutiert Schließung des Grundbuchamts wegen sinkender Nachfrage
Der Gemeinderat von Waldkirch steht vor einer Abstimmung über die Schließung des örtlichen Grundbuchamts. Die Entscheidung folgt auf Jahre rückläufiger Nachfrage und steigender Verwaltungskosten. Falls der Beschluss durchgeht, würde die Änderung entweder zum 30. Juni oder zum 31. Dezember 2026 in Kraft treten.
Das Amt, das Grundbuchauszüge bearbeitet, verzeichnet seit einem Jahrzehnt einen deutlichen Rückgang der Inanspruchnahme. Während es 2015 noch über 100 Anträge bearbeitete, waren es 2025 nur noch 37. Die Verwaltung argumentiert, der Service sei wirtschaftlich nicht mehr tragbar – jeder Antrag koste 10 Euro und binde gleichzeitig 30 Minuten Personalzeit.
Die Stadtverwaltung drängt auf die Schließung und bezeichnet das Amt als überflüssig und belastend. Zwar handele es sich nicht um eine Pflichtleistung, doch erfordere sie erheblichen Personal- und Organisationsaufwand. Bürger können Grundbuchauszüge bereits seit Längerem online über das Amtsgericht Emmendingen beantragen, was den Bedarf an Vor-Ort-Terminen verringert.
Eine Schließung würde den Verwaltungsaufwand reduzieren und entlastete die kommunalen Sachbearbeiter von zusätzlichen Terminen. Die endgültige Entscheidung liegt beim Gemeinderat, doch auch das Justizministerium Baden-Württembergs muss zustimmen. Bei einer Genehmigung würde die Schließung mit dem nächsten gesetzlichen Stichtag zusammenfallen – entweder zum 30. Juni oder 31. Dezember 2026.
Am 25. März 2026 wird abgestimmt, ob das Amt geschlossen wird. Bei einer Zustimmung müssten sich die Bürger vollständig auf das Online-System des Amtsgerichts Emmendingen verlassen. Ziel des Schritts ist es, Abläufe zu straffen und unnötige bürokratische Kosten zu senken.






