15 April 2026, 10:19

Wasserstoffmotoren für Baumaschinen: 5-Millionen-Projekt startet mit MAHLE an der Spitze

Ein großer wasserstoffbetriebenes Strahltriebwerk auf einem Zug, mit einer Person daneben, vor Bergen und einem klaren blauen Himmel.

Wasserstoffmotoren für Baumaschinen: 5-Millionen-Projekt startet mit MAHLE an der Spitze

Neues Forschungsprojekt will Wasserstoffmotoren für Baumaschinen und Landtechnik voranbringen

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Unter dem Namen PoWer startet eine Initiative, die wasserstoffbetriebene Motoren für den Einsatz in Baumaschinen und Landwirtschaftsfahrzeugen entwickeln soll. Das Projekt wird von MAHLE geleitet und vereint ein Konsortium aus zwölf Industrie- und Forschungspartnern. Die deutsche Bundesregierung fördert das Vorhaben mit rund 5 Millionen Euro über einen Zeitraum von drei Jahren.

Im Mittelpunkt von PoWer steht die Entwicklung von Wasserstoffmotor-Technologien, die speziell auf anspruchsvolle Anwendungen in der Schwerindustrie zugeschnitten sind. Wasserstoffmotoren bieten in diesem Bereich entscheidende Vorteile: Sie sind effizient, langlebig und weisen geringe Rohemissionen auf – Eigenschaften, die sie besonders für den Einsatz in Landmaschinen und Baugeräten attraktiv machen.

MAHLE koordiniert das Konsortium, zu dem namhafte Unternehmen wie DEUTZ AG, Liebherr und Claas gehören, sowie Forschungseinrichtungen wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das KIT ist mit drei seiner Institute an dem Projekt beteiligt, die jeweils unterschiedliche Herausforderungen angehen:

Am Institut für Angewandte Materialien – Materialwissenschaft (IAM-WK) untersuchen Forscher, wie sich Wasserstoff auf die Lebensdauer von Motorkomponenten auswirkt. Das Institut für Kolbenmaschinen (IFKM) arbeitet daran, die Wasserstoffverbrennung sowohl effizient als auch sicher zu gestalten. Und das Institut für Technische Chemie und Polymerchemie (ITCP) entwickelt spezielle Abgaskatalysatoren, um die Emissionen von Wasserstoffmotoren weiter zu reduzieren.

Weitere Partner wie Umicore, NGK Europe und Castrol steuern ihr Know-how in den Bereichen Materialwissenschaften, Keramik und Schmierstoffe bei. Ziel des Projekts ist es, zuverlässige Wasserstoffantriebe zu schaffen, die Dieselaggregate in anspruchsvollen Umgebungen ersetzen können.

Das PoWer-Projekt läuft über drei Jahre und wird mit Bundesmitteln in Höhe von etwa 5 Millionen Euro gefördert. Bei Erfolg könnten die Ergebnisse den Weg zu saubereren und nachhaltigeren Motoren für Baumaschinen und Landtechnik ebnen. Durch die gebündelte Expertise des Konsortiums sollen technische Hürden überwunden und die Wasserstofftechnologie einen Schritt näher an die praktische Anwendung gebracht werden.

Quelle