05 April 2026, 00:23

Wiesbadens Frühlingsfest sucht verzweifelt nach einer dauerhaften Heimat

Schwarz-weiß-Foto einer Bühne mit Darstellern in traditioneller deutscher Tracht während der "Wiesbadener Festspiele 1902", mit einem applaudierenden Publikum im Hintergrund.

Wiesbadens Frühlingsfest sucht verzweifelt nach einer dauerhaften Heimat

Wiesbadens Frühlingsfest hat in diesem Jahr an neuem Standort seine Pforten geöffnet. Das Volksfest mit Fahrgeschäften, Spielständen und kulinarischen Angeboten findet diesmal auf dem Gelände des ehemaligen Real-Supermarkts statt. Sowohl die Veranstalter als auch die Besucher müssen sich an den Wechsel gewöhnen – während weiterhin nach einer dauerhaften Lösung gesucht wird.

Bisher war der Elsässer Platz der traditionelle Austragungsort, doch die Stadt plant, das Areal in Grünflächen umzuwandeln. Diese Veränderung hat das Fest ohne festen Standort zurückgelassen und die Forderung nach einer langfristigen Bleibe laut werden lassen. Thomas Schreiner von der IG Kerbegesellschaften (Interessengemeinschaft der Schaustellerverbände) betonte, dass die Schausteller einen verlässlichen Platz benötigen, um jedes Jahr ihre Attraktionen aufzubauen.

Mehrere Standorte wurden für einen dauerhaften Umzug geprüft, darunter der Bowling Green, die Fläche vor dem Kurhaus sowie Teile des Schiersteiner Felds. Doch politische Hürden wie Anwohnerproteste und Naturschutzauflagen erschweren die Suche. Auch logistische Herausforderungen – etwa Verkehr, Lärmbelastung und die Kapazität der Infrastruktur – spielen bei der Entscheidung eine Rolle.

Vorläufig bietet das ehemalige Real-Gelände dem Fest eine Heimat. Familien können hier für etwa 60 Euro einen Tag mit Fahrgeschäften, Essen und Getränken verbringen. Montags sind als Familientage ausgewiesen, an denen viele Attraktionen ermäßigte Eintrittspreise anbieten. Werner Laux, einer der Schausteller, erklärte, man mache das Beste aus dem aktuellen Standort, setze sich aber weiterhin für eine dauerhafte Lösung ein.

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Martin Michel, Geschäftsführer der Wiesbaden Congress & Marketing GmbH, prüft nun die Salzbachaue als möglichen künftigen Standort. Stadträtin Bettina Giese unterstützt den Vorschlag und argumentiert, die Schausteller verdienten einen festen Platz. Auch Dr. Gerhard Obermayr, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, unterstrich die kulturelle Bedeutung des Frühlingsfests für Wiesbaden.

Trotz der provisorischen Bedingungen zieht das Fest weiterhin Besucher an. Veranstalter und lokale Politiker bleiben im Gespräch, um einen dauerhaften Standort zu finden, der Tradition, Logistik und die Belange der Anwohner in Einklang bringt. Bis dahin können Besucher die Fahrgeschäfte, das kulinarische Angebot und die familienfreundlichen Rabatte am aktuellen Standort genießen.

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